Seltenes Wetterphänomen: Meteotsunami überrascht Badegäste | Weather.com
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Seltenes Wetterphänomen: Meteotsunami überrascht Badegäste

Ein seltenes Naturphänomen hat im argentinischen Badeort Santa Clara del Mar eine Tragödie ausgelöst. Ahnungslose Badegäste wurden am Montag von einem Meteotsunami überrascht.

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Als die Menschen in Santa Clara del Mar am Montag das Badewetter am "California Beach“ genießen wollten, ahnten sie nicht, dass ihr Strandtag in einer Tragödie enden würde.

Eine meterhohe Riesenwelle überraschte die zahlreichen Strandgäste. Dabei kam ein junger Mann ums Leben, nachdem er von den Wassermassen gegen Felsen geschleudert wurde. Weitere 35 Personen erlitten Verletzungen durch umherfliegende Gegenstände oder Stürze.

Wasser zog sich wie bei einem Tsunami zurück

Augenzeugen berichteten, dass sich das Meer zunächst ungewöhnlich weit zurückzog, bevor eine Serie gewaltiger Wellen die Küste überrollte. Die Wassermassen rissen alles auf ihrem Weg mit. Obwohl Santa Clara del Mar normalerweise für sein ruhiges Wasser bekannt ist, erreichte die Welle Schätzungen zufolge eine Höhe von bis zu fünf Metern.

Vom Wetter ausgelöst: Was ist ein Meteotsunami?

Experten gehen davon aus, dass es sich bei dem Ereignis um einen sogenannten Meteotsunami handelte. Anders als herkömmliche Tsunamis, die durch Erdbeben ausgelöst werden, entstehen Meteotsunamis durch Wetterbedingungen.

Abrupte Luftdruckverändungen wie etwa bei starken Gewittern oder Fronten können diese Wellen hervorrufen. Die Luftdruckschwankungen drücken sozusagen auf die Meeresoberfläche. Wenn sich die Luftdruckwelle und das Wasser „im Takt“ bewegen, wachsen die Wellen immer höher an. Trifft so eine Welle auf eine Bucht, kann der Wasserstand stark ansteigen – wie ein einem herkömmlichen Tsunami.

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