Fährunglück vor Philippinen: Mindestens 18 Tote | Weather.com
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Fähre mit über 350 Menschen vor den Philippinen gesunken

Fährunglück nahe Basilan fordert mindestens 18 Tote. Über 300 Menschen konnten gerettet werden.

HANDOUT - 26.01.2026, Philippinen, -: Dieses von der philippinischen Küstenwache veröffentlichte Foto zeigt Mitarbeiter der philippinischen Küstenwache, die sich um Menschen kümmern, die sich an Bord der M/V Trisha Kerstin 3 in den Gewässern der Insel Baluk-baluk, Basilan, Philippinen, befanden. Foto: Uncredited/Philippine Coast Guard/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits. +++ dpa-Bildfunk +++
Sie hatten Glück im Unglück: Überlebende des Fährunglücks auf den Philippinen bekommen Tee serviert.
(Uncredited/Philippine Coast Guard/dpa)

Wo liegt die Insel Basilan und was ist passiert?

Vor der Insel Basilan im Süden der Philippinen ist eine Fähre mit mehr als 350 Menschen an Bord gesunken. Basilan liegt westlich von Mindanao und gehört zur oft von Seeunglücken betroffenen Region Bangsamoro. Die Fähre war auf dem Weg von der Hafenstadt Zamboanga zur Insel Jolo in der Provinz Sulu, als sie in der Nacht zum Montag (Ortszeit) rund eine Seemeile vor dem Dorf Baluk-Baluk unterging.

Was ist über Opfer und Überlebende bekannt?

Nach Angaben der Küstenwache kamen mindestens 18 Menschen ums Leben. 316 Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. An Bord befanden sich insgesamt 332 Passagiere und 27 Crewmitglieder. Einige der Überlebenden wurden zunächst ins nahegelegene Dorf Baluk-Baluk gebracht.

Wie kam es zu dem Unglück?

Die genaue Ursache ist noch unklar. Küstenwachenkommandeur Romel Dua sprach von möglichen technischen Problemen. Die Fähre sei vor der Abfahrt in Zamboanga noch kontrolliert worden. Hinweise auf eine Überladung habe es laut Behörden nicht gegeben.

Wie liefen die Rettungsmaßnahmen ab?

Die Such- und Rettungsarbeiten vor der Küste von Basilan liefen unter guten Wetterbedingungen. Neben der Küstenwache waren auch die philippinische Marine und zahlreiche Fischerboote beteiligt. Örtliche Medien berichten, dass bis zu 15 Personen, die auf der Passagierliste standen, in letzter Minute auf die Fahrt verzichtet haben sollen. Sollte sich das bestätigen, wäre die Zahl der Vermissten entsprechend niedriger.

Wie häufig passieren solche Unglücke auf den Philippinen?

Schiffsunfälle sind auf den Philippinen keine Seltenheit. Gründe sind unter anderem schlecht gewartete Schiffe, Überfüllung, Stürme und eine mangelhafte Durchsetzung von Sicherheitsvorschriften. Das schwerste Schiffsunglück in Friedenszeiten weltweit ereignete sich dort im Jahr 1987: Damals kamen über 4.300 Menschen ums Leben, als die Fähre Doña Paz mit einem Tanker kollidierte.

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