Erdrutsch im Kongo: Mehr als 200 Tote in Coltan-Mine | Weather.com
Advertisement
Advertisement

Erdrutsch in Coltan-Mine im Kongo: Mehr als 200 Tote

In einer Coltan-Mine im Osten der Demokratischen Republik Kongo sollen mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen sein. Schuld war ein durch Regen ausgelöster Erdrutsch.

Bergleute arbeiten am 9. Mai 2025 im Coltan-Bergwerk D4 Gakombe in Rubaya, Kongo. (Archivbild) (AP Photo/Moses Sawasawa, Archiv)
Bergleute arbeiten am 9. Mai 2025 im Coltan-Bergwerk D4 Gakombe in Rubaya, Kongo. (Archivbild)
(AP Photo/Moses Sawasawa, Archiv)

Bei einem Erdrutsch in einer Coltan-Mine im Osten der Demokratischen Republik Kongo sollen mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen sein. Lumumba Kambere Muyisa, der Sprecher des von der Rebellengruppe M23 ernannten Gouverneurs in der Provinz Nord-Kivu, sagte der Nachrichtenagentur AP, der Erdrutsch am Mittwoch sei von schweren Regenfällen ausgelöst worden. Einige der Todesopfer seien noch immer verschüttet. Mehrere Verletzte seien zunächst in Gesundheitseinrichtungen im Ort Rubaya gebracht worden. Eine Verlegung von Verletzten in die Provinzhauptstadt Goma war für Samstag geplant.

Der von den Rebellen eingesetzte Gouverneur habe den Kleinbergbau an dem Standort vorübergehend gestoppt und die Umsiedlung von Anwohnern angeordnet, die in der Nähe der Mine Unterkünfte gebaut hätten, sagte Muyisa.

Ein früherer Minenarbeiter an dem Standort berichtete der AP, es sei in den von Hand gegrabenen, schlecht gebauten und nicht gewarteten Tunneln immer wieder zu Erdrutschen gekommen. "Die Leute graben überall, ohne Kontrolle oder Sicherheitsmaßnahmen. In einer einzelnen Grube können bis zu 500 Minenarbeiter sein, und weil die Tunnel parallel verlaufen, kann ein Einsturz mehrere Gruben gleichzeitig betreffen", erklärte Clovis Mafare.

Advertisement