Gnadenloser Winter: Eisige Kälte und Stromausfälle in USA | Weather.com
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Gnadenloser Winter: Eisige Kälte, Tote und Stromausfälle in USA

Die Kälte hält weite Teile der USA weiter fest im Griff. Stromausfälle verschärfen die Lage in mehreren Bundesstaaten. Mehrere Menschen sind bereits an Unterkühlung gestorben.

Der Frost macht Obstbauern zu schaffen. Sie fürchten um ihre Ernte. Im Bild zu sehen sind Jameson Thomas (links) und Kyle Hill. Sie schlagen und treten am Sonntag auf der Southern Hill Farms in Clermont gegen Eisschichten auf Blaubeerpflanzen. Foto: Stephen M. Dowell/Orlando Sentinel via AP
Der Frost macht Obstbauern zu schaffen. Sie fürchten um ihre Ernte. Im Bild zu sehen sind Jameson Thomas (links) und Kyle Hill. Sie schlagen und treten am Sonntag auf der Southern Hill Farms in Clermont gegen Eisschichten auf Blaubeerpflanzen.
(Stephen M. Dowell/Orlando Sentinel via AP)

Der Süden der USA geht in eine zweite Woche klirrender Kälte und anhaltender Stromausfälle. Seit dem 24. Januar ist die Zahl der Todesopfer in den von der Kälte betroffenen Bundesstaaten auf über 110 gestiegen. In Tennessee und Mississippi begann für mehr als 70.000 Haushalte und Unternehmen eine weitere Woche ohne Strom. Der historische Schnee- und Eissturm Fern hatte Ende Januar dort schwere Schäden an Stromleitungen und Masten verursacht.

Ohne Strom bei klirrender Kälte

Im besonders stark betroffenen Nashville sagte Terry Miles der AP am Montag, es sei bereits sein neunter Tag ohne Strom. Er lebe mit seiner Frau und ihrem Hund in einem Schlafzimmer, das er mit aufgehängten Decken notdürftig isoliert habe. Er koche und erhitze Wasser draußen auf einem Gasgrill. Am Sonntag habe ihm jemand einen kleinen benzinbetriebenen Generator geliehen, der genug Leistung habe, um ein paar Heizlüfter zu betreiben. "Wir schlagen uns so durch", sagte Miles.

Der Stromausfall in Tennessee betraf zeitweise mehr als eine Viertelmillion Kunden. Eine vollständige Wiederherstellung werde erst bis zum 9. Februar erfolgen, teilte der Stromversorger Nashville Electric Service mit.

Bombenzyklon wütet an Ostküste

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An der Ostküste, wo ein Bombenzyklon am Wochenende starken Schneefall und heftige Winde verursachte, stürzten entlang der Outer Banks von North Carolina vier unbewohnte Häuser in den Atlantik, wie der National Park Service mitteilte.

Trümmer von eingestürzten Häusern liegen am 2. Februar 2026 an der Küste des Dorfes Buxton in den Outer Banks, North Carolina. Foto: National Park Service via AP
Trümmer von eingestürzten Häusern liegen am 2. Februar 2026 an der Küste des Dorfes Buxton in den Outer Banks, North Carolina.
(National Park Service via AP)

In Florida besprühten manche Landwirte ihre Obstbäume und Pflanzen mit Wasser, um sie vor noch stärkerer Kälte zu schützen. Besonders ungünstig war der Zeitpunkt für Farnzüchter, die gerade Pflanzen auslieferten, um Händler rechtzeitig vor dem Valentinstag am 14. Februar zu versorgen. Das Wochenende war so kalt, dass es im Raum Tampa-St. Petersburg schneite und von der Kälte erstarrte Leguane reglos am Boden lagen.

In New York City sagte Bürgermeister Zohran Mamdani am Montag, Unterkühlung habe laut vorläufigen Erkenntnissen den Tod von 13 Menschen mitverursacht. Mehr als ein Dutzend weitere mutmaßliche Todesfälle durch Unterkühlung wurden aus Indiana, Louisiana, South Carolina und Texas gemeldet.

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