Forscher: Klimawandel verstärkte Waldbrandgefahr in Südamerika | Weather.com
Advertisement
Advertisement

Forscher: Klimawandel verstärkte Waldbrandgefahr in Südamerika

Hitze, Trockenheit und Wind machten die Feuer in Chile und Argentinien deutlich wahrscheinlicher.

Daniel Vogl/dpa/dpa-tmn
Symbolbild: Die Klimaerwärmung macht verheerende Waldbrände wahrscheinlicher.
( Daniel Vogl/dpa/dpa-tmn)

Der vom Menschen verursachte Klimawandel hat laut Wissenschaftlern die jüngsten verheerenden Waldbrände in Teilen Chiles und Argentiniens maßgeblich beeinflusst. Forscher warnten am Mittwoch, extreme Brandgefahren, die zu großflächigen Feuern führten, seien mit der Klimaerwärmung bis zu dreimal wahrscheinlicher geworden.

Das heiße, trockene und windige Wetter, das die schweren Waldbrände im vergangenen Monat in Zentral- und Südchile begünstigte, wurde durch vom Menschen verursachte Treibhausgasemissionen um etwa 200 Prozent wahrscheinlicher gemacht, erklärte die World Weather Attribution, eine wissenschaftliche Initiative zur Untersuchung extremer Wetterereignisse. Die Brandgefahren in der argentinischen Region Patagonien waren demzufolge um 150 Prozent wahrscheinlicher.

Durch menschliches Handeln verursacht

Die Brände, die sich Mitte Januar durch die chilenischen Regionen Biobío und Ñuble fraßen, kosteten 23 Menschen das Leben, zerstörten mehr als 1.000 Gebäude und zwangen Zehntausende zur Flucht. Sie alle wurden durch menschliches Handeln verursacht, entweder durch Brandstiftung oder Fahrlässigkeit. Im Süden Argentiniens zwangen durch Blitzeinschläge ausgelöste Brände Tausende Touristen und Anwohner zur Evakuierung und vernichteten mehr als 45.000 Hektar Wald, darunter weite Teile des Nationalparks Los Alerces, einem Unesco-Welterbe mit 2.600 Jahre alten Bäumen.

Die Studie liefert die erste wissenschaftliche Bewertung des Einflusses der globalen Erwärmung auf die Entwicklung einiger der schwersten Waldbrände, die Chile und Argentinien seit Jahren erlebten. Der WWA-Bericht wurde noch nicht von Fachkollegen begutachtet oder in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht, stützt sich aber auf allgemein anerkannte Methoden, darunter die Analyse von Daten und Computermodellsimulationen, um das heutige Klima mit vergangenen Wettermustern zu vergleichen.

"Wir sind insgesamt überzeugt, dass die Hauptursache für das erhöhte Waldbrandrisiko die vom Menschen verursachte Erderwärmung ist", sagte Clair Barnes, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei World Weather Attribution. "Diese Trends werden sich voraussichtlich fortsetzen, solange wir weiterhin fossile Brennstoffe verbrennen."

Advertisement