Zug entgleist im Wallis wegen Lawine | Weather.com
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Zug in der Schweiz entgleist - Lawine als mögliche Ursache

Im Schweizer Kanton Wallis entgleist ein Zug, mehrere Menschen werden verletzt. An der Unfallstelle lag viel Schnee.

16.02.2026, Schweiz, Goppenstein: Blick auf den im Stockgalerie-Tunnel zwischen Goppenstein und Hohtenn entgleisten Personenzug des Bahnunternehmens BLS. Die Bahnstrecke zwischen Goppenstein und Brig ist gesperrt. Foto: Julien Grindat/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Blick auf den im Stockgalerie-Tunnel zwischen Goppenstein und Hohtenn entgleisten Personenzug des Bahnunternehmens BLS
(Julien Grindat/KEYSTONE/dpa )

Zug entgleist im Wallis: Ein Regionalzug ist im Kanton Wallis im Gebiet von Goppenstein entgleist. Nach Angaben der Polizei wurden dabei fünf Personen verletzt. Der Vorfall ereignete sich in den Morgenstunden am Montag, als der Zug bei der Ausfahrt aus einer Galerie, also einem überdachten Gleisabschnitt, aus den Schienen geriet.

Was ist genau passiert?

Nach ersten Ermittlungsergebnissen könnte kurz vor der Durchfahrt eine Lawine abgegangen sein und die Gleise blockiert haben. An der Stelle habe viel Schnee gelegen. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass eine Lawine die Strecke unmittelbar vor dem Unfall versperrt haben könnte. Das Bahnunternehmen BLS, das die betroffene Verbindung betreibt, meldete zuvor, dass die Strecke zwischen Goppenstein und dem nahe gelegenen Brig wegen einer Lawine unterbrochen sei.

Wie viele Menschen waren betroffen?

Bei dem inzwischen abgeschlossenen Einsatz wurden insgesamt rund 30 Personen aus dem Zug gebracht. Rettungskräfte und Einsatzteams kümmerten sich vor Ort um die Passagiere und brachten sie aus dem Gefahrenbereich. Insgesamt mussten rund 30 Menschen aus dem Zug evakuiert werden. Die Strecke blieb nach dem Ereignis unterbrochen, weil zunächst die Lage gesichert und die Ursachen geklärt werden mussten.

Wie schwer sind die Verletzungen?

Die Polizei teilte mit, dass fünf Personen verletzt wurden. Vier der Verletzten konnten demnach direkt vor Ort versorgt werden. Nur eine Person musste in eine Klinik transportiert werden. Damit blieb es trotz Entgleisung und schwieriger Wetterlage bei vergleichsweise wenigen schweren Folgen.

Warum ist die Lawinenlage aktuell so gefährlich?

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Nicht nur im Gebiet von Goppenstein ist die Situation angespannt. Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos warnte vor großer Lawinengefahr in weiten Teilen der Schweizer Alpen. Als Gründe wurden große Mengen an Neuschnee sowie der vom Wind verfrachtete Triebschnee genannt. Lawinen könnten auch spontan abgehen, also ohne menschliche Einwirkung. In vielen Regionen der Schweizer Alpen wird derzeit vor großer Lawinengefahr gewarnt.

Wo mussten Menschen wegen Lawinengefahr ihre Häuser verlassen?

Rund 60 Kilometer südwestlich von Goppenstein wurden in der Gemeinde Orsières etwa 50 Einwohnerinnen und Einwohner vorsorglich aus einer Gefahrenzone in Sicherheit gebracht. Hintergrund sind Unwetter mit starken Winden sowie erwartete Niederschläge. Die Betroffenen dürfen nach Angaben der Behörden frühestens am Mittwoch in ihre Häuser zurückkehren. In Orsières wurden rund 50 Menschen vorsorglich evakuiert und dürfen frühestens Mittwoch zurück.

Was bedeutet das jetzt für Reisende und die Region?

Wenn ein Zug entgleist, hat das meist unmittelbare Auswirkungen auf den Regionalverkehr und Anschlüsse in der Umgebung. Durch die gemeldete Unterbrechung zwischen Goppenstein und Brig müssen Reisende mit Ausfällen oder Umleitungen rechnen, bis die Strecke wieder freigegeben werden kann. Gleichzeitig zeigt der Vorfall, wie schnell Lawinenabgänge selbst in der Nähe von Schutzbauwerken wie Galerien zu gefährlichen Situationen führen können. Die aktuelle Wetterlage erhöht das Risiko, dass Gleise und Verkehrswege kurzfristig blockiert werden.

Wie sollten sich Menschen bei großer Lawinengefahr verhalten?

Behördenhinweise und Sperrungen sollten strikt beachtet werden, besonders bei starkem Wind und Neuschnee. Wer in betroffenen Regionen unterwegs ist, sollte Informationen zu Streckensperrungen und Gefahrenzonen regelmäßig prüfen. Entscheidend ist, Warnungen ernst zu nehmen und gesperrte Bereiche konsequent zu meiden.

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