Blitzeis-Gefahr im Osten - Tauwetter-Einsätze im Norden | Weather.com
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Blitzeis-Gefahr im Osten - Tauwetter-Einsätze im Norden

Während sich andernorts die Lage entspannt, müssen sich Menschen in Teilen Ostdeutschlands am Morgen auf glatte Straßen einstellen.

13.01.2026, Brandenburg, Frankfurt (Oder): Eine Straße ist am frühen Morgen vereist. Glatte Straßen sorgen für Unfälle in Brandenburg. Bis zum frühen Morgen lag die Unfallzahl im unteren zweistelligen Bereich, wie der Lagedienst der Polizei mitteilte. Zunächst handelte es sich dabei vor allem um Blechschäden. Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
13.01.2026, Brandenburg: Eine Straße ist am Frankfurt (Oder) frühen Morgen vereist. Bis zum frühen Morgen lag die Unfallzahl in Brandenburg im unteren zweistelligen Bereich, wie der Lagedienst der Polizei mitteilte. Zunächst handelte es sich dort dabei vor allem um Blechschäden.
(Patrick Pleul/dpa)

Nachdem sich die Wetterlage im Westen des Landes wieder beruhigt hat, ist vor allem in Teilen Ostdeutschlands noch Vorsicht wegen Glatteis geboten. Besonders im äußersten Osten und Nordosten besteht am frühen Morgen noch markante Glatteisgefahr, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Allerdings soll sich auch hier die Lage gegen Vormittag entspannen. Zuvor war im Osten und Nordosten im Laufe der Nacht vielfach Regen in gefrierenden Regen übergegangen. Am Abend kam es vor allem im Nordosten Bayerns zu zahlreichen Glätte-Unfällen mit Verletzten.

Blitzeis verlagert sich nach Osten

Im Westen Deutschlands entspannte sich die Lage, da mildere Luft von Westen ins Land zog. Zuvor hatte starker Regen auf den gefrorenen Böden die Straßen in Rutschbahnen verwandelt. Noch am Montag war es zu etlichen Unfällen durch Blitzeis gekommen. Bei Lichtenfels in Oberfranken etwa war es am Abend zu einer Karambolage mit 20 Fahrzeugen gekommen, 13 Menschen wurden verletzt. Wenige Stunden zuvor starb bei einem schweren Unfall auf der A6 bei Nürnberg ein Mensch in einem brennenden Auto. Ein Lkw war ins Schlingern geraten und mit dem Wagen zusammengestoßen.

In der Nacht war die A9 bei Bayreuth nach neun Unfällen in beide Richtungen vorübergehend voll gesperrt. Dabei gab es acht Leicht- und zwei Schwerverletzte. Die Polizei sprach von bis zu zwei Zentimetern dickem Glatteis auf der Fahrbahn. Alle Spuren waren vor dem Berufsverkehr wieder frei.

Tauwetter in Hamburg

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Verantwortlich für die Glätte ist Tief Gunda, das von Westen her zunächst Schnee und später Regen brachte, der bei eisigen Temperaturen in der Luft oder auf dem Boden gefriert.

In Hamburg beschert das dort einsetzende Tauwetter mit Regen der Feuerwehr seit der Nacht zahlreiche Einsätze. Die Einsatzkräfte würden vermehrt gerufen, weil etwa Schmelzwasser in Wohngebäude eindringe, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Hamburg. Auch wegen zunehmender Schneelast auf Dächern - durch den Regen wird der Schnee nasser und schwerer - wird die Feuerwehr gerufen. Das werde die Einsatzkräfte auch tagsüber beschäftigen, sagte der Sprecher.

Notaufnahmen zuletzt extrem belastet

In den vergangenen Tagen hatte bereits der Wintersturm Elli vielerorts gefährliche Glätte und zahlreiche Unfälle ausgelöst. In den Notaufnahmen des Landes war die Belastung entsprechend hoch. "Eis und Schnee haben uns in den vergangenen Tagen auch in den Notaufnahmen extrem belastet", sagte Gerald Gaß, Vorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der "Rheinischen Post". "Wir haben eine große Zahl an Fußgängerunfällen gesehen – überwiegend mit kleineren Verletzungen und Brüchen, aber auch mit schweren Verkehrsunfällen durch glatte Straßen."

Am kältesten war es in diesem Jahr laut vorläufiger Daten des DWD in Oberstdorf im Allgäu. Dort zeigte das Thermometer am 6. Januar eine Temperatur von minus 21,7 Grad an, wie es auf Nachfrage der dpa hieß.

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