Hamburg startet mit einem Wetter-Rekord ins neue Jahr | Weather.com
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Nach Wintersturm: Hamburg startet mit einem Wetter-Rekord ins neue Jahr

Der Winter traf den Norden Deutschlands mit voller Wucht. Seit dem Jahrhundertwinter 1979 hat Hamburg nicht so viel Schnee erlebt wie in den ersten Januartagen.

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Hamburg hat einen außergewöhnlichen Jahresbeginn hinter sich: Zwischen dem 1. und 10. Januar fiel so viel Schnee wie seit dem legendären Jahrhundertwinter von 1979 nicht mehr. Die Hansestadt war stark vom Schneechaos betroffen, das durch die Blizzard-artigen Verhältnisse des Wintersturms Elli verursacht wurde.

Sturmtief Elli bringt extremes Winterwetter

Wintersturm Elli brachte am vergangenen Wochenende heftige Schneefälle und Schneeverwehungen mit sich. Schulen blieben geschlossen, der Fernverkehr der Bahn wurde teilweise eingestellt, und auf den Straßen herrschte Verkehrschaos durch gefährliche Glätte. Bereits der Jahreswechsel war der kälteste seit dem Rekordwinter 2010, mit Temperaturen im zweistelligen Minusbereich – ideale Bedingungen für intensiven Schneefall.

Deutschland startet schneereich ins neue Jahr

In vielen Bundesländern war der Jahresbeginn von außergewöhnlich viel Schnee geprägt. Besonders Hamburg stach hervor: Mit fast einem Meter Neuschnee innerhalb von zehn Tagen erlebte die Hansestadt den schneereichsten Jahresstart seit 1979.

Historischer Schneevergleich: Die Statistik zeigt für den Jahresbeginn 2026 überdurchschnittlich große Schneemasse
Historischer Schneevergleich: Die Statistik zeigt für den Jahresbeginn 2026 überdurchschnittlich große Schneemasse
(TWC)

Rückblick: Der Jahrhundertwinter von 1979

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Vor 47 Jahren brachte eine ähnliche Wetterlage extreme Bedingungen. Nach einer Tauwetterphase Ende Dezember folgte ein massiver Kälteeinbruch zum Jahreswechsel. Verantwortlich war eine stabile Hochdrucklage über Nord- und Osteuropa, die auch im Dezember 2025 für eisige Temperaturen brachte.

Damals türmten sich die Schneemassen im Norden Deutschlands meterhoch auf. Orkanartige Böen und Temperaturen bis zu -20 Grad führten zu lebensgefährlichen Zuständen. Das Militär musste Räumpanzer einsetzen, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, während der öffentliche Verkehr nahezu vollständig zum Erliegen kam.

Wie extrem ist der Winter 2026 im Vergleich?

Obwohl der Winter 2026 plötzlich und stark einsetzte, ist der Wintereinbruch nicht so extrem ausgefallen wie die Schneekatastrophe von 1979. Die Auswirkungen beschränkten sich auf einzelne Regionen, insbesondere von Sachsen-Anhalt bis Schleswig-Holstein. Zudem erreichten die Schneehöhen nicht annähernd die Dimensionen des Jahrhundertwinters, bei dem die Schneemassen teilweise das Zehnfache der diesjährigen Höchstwerte erreichten.

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