Unterrichtsausfall und Verkehrschaos wegen Blitzeis | Weather.com
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Wegen Blitzeis: Unterrichtsausfälle und tragische Verkehrsunfälle

Sicherer Schulweg wegen extremer Glätte nicht möglich: Mehrere Landkreise im Westen Niedersachsens lassen sicherheitshalber die Schule ausfallen. Auf den Straßen ist die Lage schwierig.

23.01.2026, Nordrhein-Westfalen, Paderborn: Beschädigte Fahrzeuge, Feuerwehr, Polizei und Abschleppdienste stehen auf der Fahrbahn nach einer durch Glätte ausgelösten Unfallserie mit mehreren Toten und vielen Verletzten auf der A44. Foto: Christian Müller/dpa - ACHTUNG: Kennzeich(en) wurde(n) aus rechtlichen Gründen gepixelt +++ dpa-Bildfunk +++
Beschädigte Fahrzeuge, Feuerwehr, Polizei und Abschleppdienste stehen auf der Fahrbahn nach einer durch Glätte ausgelösten Unfallserie mit mehreren Toten und vielen Verletzten auf der A44 bei Paderborn, NRW.
( Christian Müller/dpa )

Blitzeis und spiegelglatte Straßen führten am Freitagmorgen zu einer Vielzahl von Verkehrsunfällen in Niedersachsen. Ein Sprecher der Polizei Osnabrück beschrieb die Situation als „katastrophal“. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor allem westlich der Weser vor Regen oder Sprühregen, der auf gefrorenen Böden gefährliches Glatteis verursachen kann. Weil ein sicherer Schulweg werden des Eisregens nicht möglich ist, haben mehrere Landkreise im Westen Niedersachsens sicherheitshalber die Schule ausfallen lassen.

Hunderte Unfälle und schwierige Bedingungen

Die Polizei Osnabrück meldete seit den frühen Morgenstunden ein „massives Problem“ auf den Straßen. Vom Teutoburger Wald bis hin zu den Ostfriesischen Inseln kam es zu mehreren Hundert Unfällen aufgrund der Glätte. „Es ist brandgefährlich“, erklärte ein Sprecher. Besonders im Landkreis Vechta sei die Lage kritisch, auch Lastwagen blockierten die Fahrbahnen. Während viele Unfälle lediglich Sachschäden verursachten, wurden auch einige Personen leicht verletzt. Der Polizeisprecher riet: „Wenn es irgend möglich ist, sollte man zu Hause bleiben.“

Wetterlage bleibt angespannt

Laut dem Deutschen Wetterdienst könnte sich die Lage westlich der Weser im Laufe des Tages etwas entspannen, da der Regen oder Sprühregen voraussichtlich bis zum Mittag abklingt. Die Warnungen des DWD betrafen unter anderem das Emsland, Ostfriesland sowie die Landkreise Nienburg, Göttingen, Holzminden, Schaumburg und die Region Hannover.

Tragische Unfälle in Nordrhein-Westfalen

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Auch in Nordrhein-Westfalen hatte extreme Glätte schwere Verkehrsunfälle zur Folge. Auf der Autobahn 44 bei Paderborn ereignete sich am frühen Morgen eine Unfallserie mit tödlichem Ausgang. Drei Menschen kamen ums Leben, mindestens elf weitere wurden verletzt, wie eine Sprecherin der Polizei Bielefeld mitteilte. Die Unfälle ereigneten sich zwischen den Anschlussstellen Marsberg und Lichtenau.

Schwerer Lkw-Unfall mit Todesfolge

Gegen 1.30 Uhr meldeten Autofahrer erste Unfälle aufgrund von Straßenglätte. Unter anderem kollidierte ein Lastwagen mit einem Sattelauflieger, der Papier geladen hatte. Der Sattelauflieger geriet in Brand, und der Fahrer des Lastwagens konnte nicht mehr aus seinem Führerhaus gerettet werden. Er verstarb noch am Unfallort. Der Fahrer des Sattelzugs wurde ins Krankenhaus gebracht.

Weitere Unfälle in beide Fahrtrichtungen

Nach Angaben der Polizei ereigneten sich insgesamt 17 weitere Unfälle in beiden Fahrtrichtungen der A 44. Dabei kam es zu Sach- und Personenschäden, darunter ein weiterer schwerer Unfall mit zwei Todesopfern auf der Fahrbahn Richtung Kassel. Die Autobahn bleibt zwischen Marsberg und Lichtenau in beide Richtungen gesperrt.

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