DWD: Klimawandel beeinflusst Dauer von Wetterlagen | Weather.com
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DWD-Meteorologe: Klimawandel beeinflusst Dauer von Wetterlagen

Eiseskälte, immer noch: Was ist los im Norden und warum bleibt es weiter südlich mild? So überraschend der zweigeteilte Winter wirkt: Im Zuge der Klimakrise dauern auch solche Wetterlagen häufiger an.

05.02.2026, Berlin: Schnee liegt auf den Straßen am Checkpoint. Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der Winter hat den Norden und Osten fest im Griff. In Berlin haben Schnee und Eis den öffentlichen Verkehr am Donnerstag teilweise zum Erliegen gebracht
( Sebastian Christoph Gollnow/dpa )

Anhaltend eisig im Nordosten und vergleichsweise mild im Südwesten: Im Zuge des Klimawandels gebe es auch solche Dauer-Wetterlagen häufiger, sagt DWD-Meteorologe Andreas Walter. Bekannt sei das Phänomen unter anderem von den sogenannten Omega-Lagen im Sommer.

Fast 20 Grad Unterschied

Diese langanhaltenden Phasen sind von einem starken Hochdruckgebiet über Mitteleuropa geprägt, das von zwei Tiefdruckgebieten flankiert wird. Folge ist anhaltend sonniges, trockenes und warmes Wetter, oft verbunden mit Hitzewellen und Dürren.

Prinzipiell sei eine Zweiteilung der Wetterlage in Deutschland nicht ungewöhnlich, erklärt Walter zudem. „Das kommt häufiger vor.“ Fast 20 Grad Unterschied seien allerdings viel - und auch die lange Dauer sei besonders. Eine direkt verfügbare Statistik zur Häufigkeit solcher Wetterlagen gebe es aktuell nicht.

Hochdruck im Norden, Tiefdruck im Süden

In den vergangenen Tagen hatte das stationäre Hochdruckgebiet Daniel dem Nordosten Dauerfrost gebracht. Der Südwesten wurde von atlantischen Tiefdruck-Ausläufern geprägt, die milde und feuchte Luft aus Südwesten heranführen, wie Walter erklärte.

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