Klimawandel: Waldbrände mehr Tote | Weather.com
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Tote und brennende Wälder – Klimawandel gibt düsteren Ausblick

Europa ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent. Immer wieder wüten Waldbrände und fordern zahlreiche Tote. Die Zahl der Opfer dürfte infolge des Klimawandels künftig noch steigen.

Die Feuerwehr im Einsatz bei Waldbränden in Spanien (Xuan Cueto/EUROPA PRESS/dpa)
Die Feuerwehr im Einsatz bei Waldbränden in Spanien (Archivbild)
(Xuan Cueto/EUROPA PRESS/dpa)

Waldbrände haben in den vergangenen zehn Jahren in Europa Hunderte Menschen das Leben gekostet. Der Klimawandel dürfte dafür sorgen, dass die Zahl der Opfer in den kommenden Jahren noch steigen wird.

Zuletzt sorgten ein tödlicher Brand in Spanien und Flammen in Frankreich für Schlagzeilen. Das Feuer in der Nacht zum Freitag im Süden Spaniens, bei dem mit Stand Freitagnachmittag mindestens zwölf Menschen getötet wurden, war eines der folgenschwersten in dem Land seit Beginn der Aufzeichnungen. Spanien wurde von einer Hitzewelle erfasst.

In Frankreich wurde am Mittwoch ein 22-jähriges Mitglied der freiwilligen Feuerwehr durch Steinschlag getötet, als er beim Kampf gegen einen Waldbrand im Südosten des Landes half.

Europa ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent der Welt. Seit den 1980er Jahren steigen die Temperaturen dort doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt, wie der Dienst Copernicus der Europäischen Union mitteilt. Weltweit war 2025 das drittheißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler warnen, dass der Klimawandel, der zum Teil durch das Verbrennen von Brennstoff wie Benzin, Öl und Kohle begünstigt wird, Regionen anfälliger für Waldbrände mache.

2018 mehr als 100 Tote in Griechenland

Griechenland erlebte seinen bislang folgenschwersten Waldbrand im Jahr 2018. Damals wurde die am Meer gelegene Stadt Mati östlich von Athen von einem massiven Feuer heimgesucht. Menschen wurden in ihren Häusern und auf Straßen von Flammen eingeschlossen. Mehr als 100 Menschen kamen ums Leben, darunter einige, die versuchten, schwimmend vor den Flammen zu fliehen, und dann ertranken.

Zehn Tote bei Waldbrand in der Türkei 2025

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Im Juli 2025 starben zehn Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz gegen einen Waldbrand im Nordwesten der Türkei. Nach Angaben des Regierungsministers Ibrahim Yumakli hatte der Wind damals plötzlich die Richtung gewechselt, wodurch die Flammen die Einsatzkräfte umzingelten.

2017 mehrere Dutzend Tote bei Waldbrand in Portugal

Der bislang folgenschwerste Waldbrand in Portugal ereignete sich 2017 in Pedrogao Grande nordöstlich von Lissabon. Damals wurden 66 Menschen getötet. Die meisten der Opfer starben auf der Flucht per Auto.

Durch weitere Waldbrände in dem Jahr stieg die Zahl der Toten im Zusammenhang mit solchen Feuern in Portugal auf mehr als 120. Die portugiesische Regierung führte daraufhin mehrere Maßnahmen zur Verhinderung und Eindämmung von Waldbränden ein. Dazu zählten Bildungskampagnen über die Ursachen von Bränden und die Einrichtung einer schnellen Feuerwehr-Einsatztruppe.

Sechs Waldbrand-Opfer in Zypern in fünf Jahren

In Zypern haben viele Behördenvertreter auf den Klimawandel als Ursache für die Heftigkeit und das Tempo von Waldbränden verwiesen. In den vergangenen fünf Jahren kamen bei solchen Bränden mindestens sechs Menschen auf der Insel ums Leben.

Im Juli 2025 wurden die Leichen eines älteren Paars in einem ausgebrannten Auto neben einer Bergstraße entdeckt. Die Geschwindigkeit, mit der der Waldbrand die Gegend verwüstete, veranlasste den zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides zu der Aussage, "so etwas hat es noch nie in Zypern gegeben".

Eine Studie der Organisation World Weather Attribution vom August kam zu dem Ergebnis, dass der Klimawandel massive Waldbrände in der Türkei, Griechenland und Zypern im Sommer 2025 erheblich verschlimmert habe.

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