„Stunde der Wintervögel“: Naschen dieses Jahr weniger Vögel vom Futter? | Weather.com
Advertisement
Advertisement

„Stunde der Wintervögel“: Naschen dieses Jahr weniger Vögel vom Futter?

ARCHIV - 14.07.2015, Bamberg: Ein weiblicher Haussperling (Passer domesticus), volkstümlich als Spatz bekannt, sitzt auf einem Grashalm. Binnen 30 Jahren hat sich die Zahl von Vogelbrutpaaren am Bodensee um ein Viertel dezimiert. Foto: Nicolas Armer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Spatzen werden an deutschen Vogelhäuschen häufig gesichtet

Von Freitag bis Sonntag sind alle Deutschen zum Mitmachen bei der Sichtung von Vögeln aufgerufen. Wie jedes Jahr fragen sich Naturschutzverbände, welche Arten an den Futtertrögen und Vogelhäuschen speisen.

Sind in diesem Winter weniger Vögel an den Futterhäusern unterwegs, weil sie im Wald ausreichend Nahrung finden? Das sollen Bürgerinnen und Bürger von Freitag bis Sonntag (6. bis 8. Januar) wieder bei der „Stunde der Wintervögel“ beobachten. Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) im bayerischen Hilpoltstein und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in Berlin rufen in diesem Jahr erneut zu der nach ihren Angaben größten wissenschaftlichen Mitmachaktion Deutschlands auf.

Vögel könnten dieses Jahr auf weniger Versorgung angewiesen sein

Mehr als 176 000 Menschen hatten sich nach Nabu-Angaben im vergangenen Jahr beteiligt und dabei am häufigsten Haussperling, Kohlmeise und Blaumeise gesichtet. Spannend sei die Frage, ob es in diesem Jahr weniger Betrieb am Futterhaus gebe, sagt die LBV-Biologin Angelika Nelson. Denn das vergangene Jahr sei ein Mastjahr gewesen, in dem Buche, Eiche, Fichte und andere Bäume besonders viele Samen gebildet hätten. „Für Waldvögel wie Eichelhäher, Kernbeißer und Buchfink gibt es Eicheln und Bucheckern im Überfluss, die den hungrigen Schnäbeln als energiereiche Nahrung dienen“, sagt Nelson.

Durch Mitmach-Aktion sollen Trends erkannt werden

Bei der „Stunde der Wintervögel“ geht es den Naturschutzverbänden nicht um eine vollständige Erfassung aller Vögel. Die Aktion soll vielmehr wichtige Erkenntnisse über Veränderungen in der heimischen Vogelwelt in den Städten und Dörfern bringen. Dafür werden die Daten über mehrere Jahre verglichen. Die Beobachtungen zeigen dem Nabu zufolge zum Beispiel, dass immer mehr Zugvögel auch im Winter in Deutschland bleiben.

Wer mitmachen möchte, soll in dem Zeitraum eine Stunde lang die Vögel im Garten, am Balkon, vor dem Fenster oder im Park zählen und übers Internet, per App, Telefon oder Post melden. Dabei wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe der Stunde gleichzeitig zu sehen ist.

Advertisement