Schweinswal-Tage in Wilhelmshaven | Weather.com
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Schweinswale kehren zurück: Erste Tiere vor Wilhelmshaven gesichtet

ARCHIV - 04.10.2005, Schleswig-Holstein, Westerland: Ein kurz auftauchender Schweinswal ist in Strandnähe vor Westerland auf der Nordseeinsel Sylt zu sehen. Mit etwas Glück lassen sich in den kommenden Tagen wieder Schweinswale an der Nordseeküste vor Wilhelmshaven entdecken. Dort stehen die 7. Schweinswal-Tage an. (zu dpa: «Schweinswal-Tage starten - Erste Tiere schon am Jadebusen gesichtet») Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Westerland: Ein kurz auftauchender Schweinswal ist in Strandnähe vor Westerland auf der Nordseeinsel Sylt zu sehen. Mit etwas Glück lassen sich in den kommenden Tagen wieder Schweinswale an der Nordseeküste vor Wilhelmshaven entdecken.
(dpa)

Ob vom Wilhelmshavener Südstrand aus oder auf dem Wasser des Jadebusens: Neugierige können mit etwas Glück in diesen Tagen rund um Wilhelmshaven wieder Schweinswale entdecken. An diesem Samstag beginnen die 7. Schweinswal-Tage. Die ersten Tiere seien schon gesichtet worden, sagte Juliana Köhler, Geschäftsführerin des Wattenmeer Besucherzentrums in Wilhelmshaven.

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"Wir haben in den letzten Jahren festgestellt, dass im April einfach die beste Sichtungszeit ist." Acht Tage lang können Interessierte die Wale etwa auf Schiffsexkursionen oder vom Land aus beobachten. Außerdem gibt es Vorträge, Lesungen, eine Fotoausstellungen und Mitmach-Aktionen.

Deutschlands einzige heimische Walart

Wilhelmshaven wird jedes Frühjahr zum Hotspot für Walbeobachter, da die Tiere dann zur Nahrungssuche in die Nähe der Küste und in die Meeresbucht schwimmen. "Im Frühjahr kommen Jungfische, besonders die Stinte, in den Jadebusen und da schwimmen die Schweinswale einfach hinterher", erklärte Köhler.

In den Wintermonaten werden die Jungtiere der kleinsten Wale der Welt geboren. Eine Kinderstube von Deutschlands einziger heimischen Walart liegt vor der niedersächsischen Küste im Naturschutzgebiet Borkum Riff.

"Wir geben Tipps zur Beobachtung"

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Nach der deutschen Roten Liste ist der Schweinswal (Phocoena phocoena), der auch Kleiner Tümmler genannt wird, als stark gefährdete Art eingestuft. Wenn die Meeressäuger aus dem Wasser auftauchen, ist meist ihre dreieckige Finne zu erkennen.

Eine Garantie, die Wildtiere zu sehen, gibt es bei den Schweinswaltagen nicht. "Es ist Natur und man weiß es nie", sagte Köhler. Gute Chancen gebe es bei den täglichen Schiffsexkursionen der "MS Harle Kurier". Auch vom Land aus könne es klappen. Auf der Südstrandpromenade sind kostümierte Walrufer unterwegs, die zum Beobachten der Schweinswale einladen. Dort gibt es Führungen und Infostände. "Wir geben Tipps zur Beobachtung und haben Ferngläser bereitgelegt."

N​aturschützer sind erleichert

Für eine Erleichterung sorgte bei Naturschützern, dass die Schweinswale nun nach dem Bau des Anlegers für das Wilhelmshavener Importterminal für Flüssigerdgas (LNG) im vergangenen Jahr zurückgekehrt sind. Damals hatte die Deutsche Wildtier Stiftung davor gewarnt, dass Unterwasserlärm der Bauarbeiten das empfindliche Gehör der Schweinswale schädigen könnte.

"Die Schweinswale sind wieder da", stellte Köhler fest. Beobachtet und untersucht werden müsse aber, welche langfristigen Folgen die Einleitung von chlorhaltigen Abwässern an dem Terminalschiff auf die Ökologie und die Nahrungskette der Schweinswale haben könnte.

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