Schwarzbär greift 74-Jährige bei Hundespaziergang an | Weather.com
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Schwarzbär greift 74-Jährige bei Hundespaziergang an

Ein Schwarzbär sitzt in der Natur
Ein Schwarzbär sitzt in der Natur
(Getty Images)

Eine Frau ist in den USA von einem Schwarzbären angegriffen und verletzt worden. Die 74-Jährige führte in Hartford, einem Vorort von Avon im US-Staat Connecticut, am Freitag ihren angeleinten Hund aus, als es zu dem Angriff kam, wie Wildtierbeauftragte mitteilten. Die Frau kam weitgehend mit dem Schrecken davon: Sie wurde mit nicht-lebensgefährlichen Bisswunden an Armen und Beinen in ein Krankenhaus gebracht.

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Das zwölfjährige Schwarzbärenweibchen, das für die Attacke verantwortlich sein soll, wurde kurze Zeit später ausfindig gemacht und getötet. Es sollte auf Tollwut getestet werden. Das Tier war im Rahmen eines staatlichen Bärenüberwachungsprogramms markiert. Es handelt sich um die erste Bärenattacke auf einen Menschen in diesem Jahr in Connecticut. Im vergangenen Jahr gab es zwei Angriffe, darunter einen im Oktober, bei dem ein Zehnjähriger in Morris in städtischem Gebiet zerfleischt wurde.

F​ühlte sich Bärin von Hund bedroht?

Jenny Dickson, die Direktorin der Wildtierabteilung des Amtes für Energie und Umweltschutz in dem US-Staat, sagte, die Schwarzbärin habe sich mit drei etwa einjährigen Jungen in der Gegend befunden. Warum sie angegriffen habe, sei unklar. Es könne sich um eine Reaktion auf den Hund der Frau gehandelt haben, sagte Dickson.

Bären betrachteten Hunde wie ein wildes Raubtier, etwa einen Kojoten. Es sei auch der Tag gewesen, an dem die Müllabfuhr komme, also eine Menge Nahrung verfügbar gewesen sei. Vielleicht habe die Bärin beim Fressen keine Konkurrenz haben wollen.

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Die Jungtiere seien in einem Alter, in dem sie nicht mehr abhängig von der Mutter seien, sagte Dickson. Sie befänden sich weiter in Freiheit.

B​ären fühlen sich "ein bisschen zu wohl"

Dickson erklärte, es sei in letzter Zeit in Connecticut zu einer Reihe von Begegnungen von Bären und Menschen gekommen. Dazu zählt auch ein Fall, bei dem ein Bär getötet wurde, nachdem er in ein Haus in Salisbury eingedrungen war. "Die Bärenpopulation wächst und breitet sich weiter aus", sagte sie. Man habe es zudem mit einer Menge Bären zu tun, die sich an Menschen gewöhnt hätten und auf die Nahrungsmittelfunde in menschlichen Umgebungen konditioniert seien. Sie fühlten sich in Gärten und Wohnviertel allmählich "ein bisschen zu wohl".

Die Bärenjagd ist in dem US-Staat nicht erlaubt. Dickson sagte, man habe aber den Gesetzgeber gebeten, zumindest eine begrenzte Zahl von Abschüssen in Gebieten zu ermöglichen, in denen Konflikte von Menschen und Bären häufiger seien. Ohne ein effektives Wildtiermanagement werde die Zahl unerfreulicher Bären-Mensch-Begegnungen zunehmen, warnte Karen Reddington-Hughes, eine republikanische Abgeordnete des Repräsentantenhauses von Connecticut, die im Umweltausschuss sitzt, der vor nicht allzu langer Zeit eine Bärenjagd im besonders dicht von Bären besiedelten Nordwesten des US-Staats vorgeschlagen hatte. Die Initiative versandete allerdings in dem Parlamentsausschuss.

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