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Flugspektakel am Abendhimmel: Junikäfer schwirren durch Berlin

Der Abendhimmel über Berlin
Der Abendhimmel über Berlin
(Getty Images)

Pünktlich zur Abenddämmerung schießen sie wie auf Kommando aus dem Boden, fliegen scheinbar torkelnd durch die Luft und rempeln auch schon mal Menschen an: Junikäfer. In diesen Tagen seien die Tiere in Berlin wieder vielerorts zu beobachten, denn es sei Paarungszeit, erklärt Jens Esser, Entomologe vom Naturschutzbund Berlin (Nabu). "In Berlin kommt der Junikäfer häufig vor. Man kann schon von einem Charaktertier sprechen", so der Experte.

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Bäume und Büsche sind laut Esser beliebte Orte zur Paarung. Und wenn diese nicht oder kaum vorhanden seien, könne es passieren, dass die ungefährlichen Käfer Menschen für Bäume halten und diese anfliegen würden. Besucher des Tempelhofer Felds etwa können das Spektakel regelmäßig beobachten.

Junik​äfer leben im Boden

Die Beschreibungen ihres Fluges als "schwerfällig" und "torkelnd" seien menschliche Zuschreibungen, so der Entomologe. Für die Tiere hätten die Flugformen wahrscheinlich einen Sinn. "Die Gründe liegen wahrscheinlich in der Orientierung", so Esser.

ARCHIV - 27.06.2011, Thüringen, Sonneberg: Zwei Junikäfer, auch Gerippte Brachkäfer genannt (Scarabaeidae), kopulieren auf einer Wiese. Junikäfer sind zur Paarungszeit vielerorts zu beobachten. (zu dpa: «Flugspektakel am Abendhimmel - Junikäfer in Berlin unterwegs») Foto: Stefan Thomas/dpa-ZB/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Thüringen, Sonneberg: Zwei Junikäfer, auch Gerippte Brachkäfer genannt (Scarabaeidae), kopulieren auf einer Wiese. Junikäfer sind zur Paarungszeit vielerorts zu beobachten.
(dpa)
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Der am häufigsten in Berlin vorkommende Junikäfer sei die Art mit dem lateinischen Namen Amphimallon solstitiale, so Esser. Er werde auch Gerippter Brachkäfer genannt. Die zweite Art in Berlin und Brandenburg heiße Amphimallon ruficorne, sei aber nur noch in einzelnen Bereichen wie etwa den Steppenrasengebieten in Oder-Nähe anzutreffen.

Nach ihren aktiven Nächten buddeln die Käfer sich laut Esser dann morgens wieder in den schützenden Boden ein, wo die Weibchen auch Eier ablegen.

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