Pariser Flughafenzoll beschlagnahmt Hunderte Affenschädel | Weather.com
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Pariser Flughafenzoll beschlagnahmt Hunderte Affenschädel

HANDOUT - 21.09.2023, Frankreich, Paris: Beschlagnahmte Sch‰del gesch¸tzter Affen hat der franzˆsische Zoll aufgereiht. Der Zoll am Pariser Flughafen Charles de Gaulle hat Hunderte Sch‰del gesch¸tzter Affenarten beschlagnahmt.(zu dpa "Pariser Flughafenzoll beschlagnahmt Hunderte Affensch‰del") Foto: Douane franÁaise/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollst‰ndiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Unvorstellbar: US-amerikanische Jagdvereine bestellen Affenschädel in Kamerun, um sie als Geschenke und Preise zu nutzen
(Douane française/dpa)

Der Zoll am Pariser Flughafen Charles de Gaulle hat Hunderte Schädel geschützter Affenarten beschlagnahmt. Die Schädel der Affen und anderer Tiere seien zumeist in Paketen aus Kamerun gewesen, teilte der Zoll am Donnerstag mit.

Schockierende Geschenke von US-Jagdvereinen

Empfänger seien Sammler sowie Jagdvereine in den USA gewesen, die die Schädel als Geschenke oder Preise verwendeten. Einige der Pakete hätten auch ganze Exemplare oder auch Unterarme mit Händen enthalten, diese seien aus gesundheitlichen Gründen vernichtet worden. Für keine der Postsendungen habe es eine nach dem Artenschutz erforderliche Genehmigung gegeben.

Der tägliche T​ierschmuggel

Neben Affen würden auch andere Arten wie Otter, Raubkatzen, Warane oder Greifvögel geschmuggelt, teilte der Zoll mit. Nahezu täglich machten die Zöllner am größten Flughafen Frankreichs entsprechende Entdeckungen.

Über 700 Affen- und Tierschädel, die zwischen Mai und Dezember 2022 beschlagnahmt wurden, übergab der Zoll am Donnerstag dem Naturkundemuseum in Aix-en-Provence, das diese untersuchen und auch ausstellen will.

F​assungslosigkeit bei Museumsleiterin

"Ich bin fassungslos, wenn ich mir vorstelle, dass unsere nächsten Verwandten, Affen und Menschenaffen, dezimiert und die Regenwälder ihrer gefährdeten Artenvielfalt beraubt werden für ein Geschäft, das so dumm wie empörend ist", sagte die Affenexpertin des Museum, Prof. Sabrina Krief.

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