USA: Tierschützer suchen Heim für Hunderte Ratten | Weather.com
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Aus Haus gerettet: Tierschützer suchen Heim für Hunderte Ratten

Die Nagetiere lebten in einem Haus, dessen Besitzerin wegen Tierquälerei und Vernachlässigung eines Kindes angeklagt wurde. Eine Tierschutzorganisation wirbt dafür, den als Haustiere gehaltenen weißen Ratten "eine zweite Chance" zu geben.

Dieses Foto von Erica Kutzing zeigt eine gerettete weiße Ratte, die am Dienstag, dem 13. Januar 2026, in einer örtlichen Tierklinik auf Long Island, New York, behandelt wird. (Erica Kutzing via AP)
Dieses Foto von Erica Kutzing zeigt eine gerettete weiße Ratte, die am Dienstag, dem 13. Januar 2026, in einer örtlichen Tierklinik auf Long Island, New York, behandelt wird.
(Erica Kutzing via AP)

Tierschützerinnen und Tierschützer in den USA suchen ein neues Zuhause für Hunderte Ratten. Etwa zehn Freiwillige haben in den vergangenen Wochen versucht, die als Haustiere gehaltenen weißen Nagetiere in einem Haus in Rocky Point, etwa 112 Kilometer östlich des New Yorker Stadtteils Manhattan, einzufangen. Dort hatten die Ratten in schmutzigen Verhältnissen gelebt. Der Präsident der Tierschutzorganisation Strong Island Animal Rescue League, Frankie Floridia, schätzte die Zahl der bereits eingefangenen Exemplare auf mehr als 450. Noch etwa 30 liefen frei umher, berichtete er am Donnerstag.

"Was das Einfangen von Ratten schwierig macht, ist, dass sie in den Wänden sitzen, sie sind überall", sagte Floridia. "Das ist eine einzigartige Situation. Wir haben so etwas noch nie gehabt." Viele der Ratten seien mit Milben infiziert und hätten eine Augeninfektion, Bisswunden oder andere Erkrankungen, sagte Erica Kutzing von der Strong Island Animal Rescue League.

Verantwortliche wegen Tierquälerei angeklagt

Grund für die große Anzahl an Ratten in dem Haus sei offenbar gewesen, dass die Hausbesitzerin schnell die Kontrolle über ihr Anwesen verloren habe, sagte Kutzing. Sie verwies darauf, dass Ratten in der Regel alle 20 Tage knapp ein Dutzend Junge zur Welt bringen. Bei sogenannten Messies – Menschen, die viel horten – könne sich ein großes Rattenproblem entwickeln.

Kutzing räumte ein, dass Ratten nicht gerade das beliebteste Haustier seien. Floridia sagte, die Ratten verdienten "eine zweite Chance. Sie sind saubere Tiere und können freundlich sein, wie ein Hamster."

Die Hausbesitzerin wurde wegen Tierquälerei sowie Vernachlässigung und Gefährdung des Wohlergehens eines Kindes angeklagt. Laut Polizei hatte ein Kleinkind wochenlang unter unhygienischen Bedingungen in dem Haus gewohnt – die Böden seien mit Rattenexkrementen und Urin bedeckt gewesen, zudem seien die Ratten frei herumgelaufen. Die Hausbesitzerin hat die Vorwürfe laut Staatsanwaltschaft zurückgewiesen.

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