Forscher entdecken neue Katzenart | Weather.com
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Erstmals seit 100 Jahren: Forscher entdecken neue Katzenart

Forschende entdecken überraschend eine neue Katzenart, die in den bolivianischen Anden lebt.

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Zum ersten Mal seit einem Jahrhundert haben Forschende eine neue Katzenart entdeckt: Leopardus tilcayo. Die scheue Wildkatze, die zu den Tigerkatzen gehört, kommt in der Yungas-Region der Anden im südamerikanischen Land Bolivien vor. Die Einheimischen nennen sie Tilcayo, weshalb auch die Wissenschaftler den Namen gewählt hätten, "um ihre kulturelle und regionale Bedeutung beizubehalten", wie die Forscher in ihrer Studie in "Current Biology" schreiben.

Das wissenschaftliche Referenzexemplar der neuen Katzenart ist ein erwachsenes Männchen, das im September 2021 in der Region La Paz in Bolivien, in der Nähe des Dorfes Arapata, auf 1570 Metern Höhe lebend gefangen worden war, heißt es in der Studie weiter.

ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

18.09.2026, Bolivien, La Paz: Auf diesem von Paola Nogales-Ascarrunz zur Verfügung gestellten undatierten Bild ist ein Leopardus tilcayo im Tierheim "La Senda Verde" zu sehen. (Paola Nogales-Ascarrunz/dpa)
18.09.2026, Bolivien, La Paz: Auf diesem von Paola Nogales-Ascarrunz zur Verfügung gestellten undatierten Bild ist ein Leopardus tilcayo im Tierheim "La Senda Verde" zu sehen.
(Paola Nogales-Ascarrunz/dpa)

Ein Miniatur-Leopard

Die Forscher beschreiben eine "kleine Raubkatze" mit einer Körperlänge von 42,5 bis 50,5 Zentimetern. Die Schwanzlänge beträgt demnach 25 bis 26,5 Zentimeter. "Der Rücken ist hellbraun, entlang des mittleren Rückenkamms dunkler und zu den Gliedmaßen hin heller", heißt es. Sie habe auffallend große, leopardenartige Flecken.

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Den Forschern zufolge spaltete sich Leopardus tilcayo vor fast 1,4 Millionen Jahren während des frühen Pleistozäns von ihren nächsten Verwandten ab. Stark schwankende klimatische Bedingungen und eine Fragmentierung des Bergwaldes begünstigten demnach wahrscheinlich die geografische Isolation.

ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des vollständigen Credits

18.09.2026, Bolivien, La Paz: Auf diesem von Paola Nogales-Ascarrunz zur Verfügung gestellten Bild ist ein Leopardus tilcayo im Tierheim "La Senda Verde" zu sehen. (Paola Nogales-Ascarrunz/dpa)
18.09.2026, Bolivien, La Paz: Auf diesem von Paola Nogales-Ascarrunz zur Verfügung gestellten Bild ist ein Leopardus tilcayo im Tierheim "La Senda Verde" zu sehen.
(Paola Nogales-Ascarrunz/dpa)

Durch genomweite Analysen gelang es den Forschern, eine umfassende Neubewertung der Artenvielfalt innerhalb der Tigerkatzen vorzunehmen. Diese Klärung hat laut dem Bericht auch Konsequenzen für den Artenschutz dieser bedrohten kleinen Raubkatzen: Da Risikobewertungen und Artenschutzplanung für jede Art separat durchgeführt werden müssen, muss jede identifizierte Tigerkatzen-Art als eigenständige Einheit bewertet und geschützt werden.

Dies impliziere "erhebliche Änderungen" an den derzeitigen Strategien zur Sicherung ihres langfristigen Überlebens.

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