Russischer Wetterdienst: Bei Atomunfall traten radioaktive Isotope aus | Weather.com
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Russischer Wetterdienst: Bei Atomunfall traten radioaktive Isotope aus

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Russland gibt immer mehr Details zum Atomunfall bekannt.
(colourbox.de)

Bei dem Unfall auf einem Militärstützpunkt in der russischen Arktis Anfang August sind radioaktive Isotope ausgetreten. Das gab der russische Wetterdienst Rosgidromet bekannt.

Es wurden Strontium, Barium und Lanthan in der Luft nachgewiesen, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Rosgidromet meldete. Die Isotope wurden in Proben ermittelt, die nach dem Unfall genommen wurden. Sie hätten keine Bedrohung für die Bevölkerung dargestellt, erläuterte Alexander Uwarow von der unabhängigen Nachrichtenseite AtomInfo.ru der Nachrichtenagentur AFP.

Kurzzeitiger Anstieg auf das 16-fache

Bei der Explosion am 8. August auf dem Testgelände Nyonoska in der nordwestrussischen Region Archangelsk starben Rosatom zufolge fünf Mitarbeiter. Drei weitere wurden unterschiedlich schwer verletzt. Der Unfall geschah während Tests an einer neuen Rakete. Erst fünf Tage nach dem Vorfall hatte die Wetterbehörde laut „Deutschlandfunk“ einen Anstieg der Radioaktivität um das bis zu 16-fache bekannt gegeben.

Jetzt teilte Rosgidromet nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP mit, dass Messgeräte radioaktive Elemente mit Halbwertzeiten zwischen wenigen Stunden bis zu knapp 13 Tagen gemessen hätten. Durch deren Zerfall seien radioaktive Edelgase entstanden, woraufhin es den „kurzzeitigen Anstieg“ der Strahlungsbelastung gegeben habe. Die Werte hätten sich nach zweieinhalb Stunden wieder normalisiert.

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