Feenkreise und rote Wasserfälle: 7 mysteriöse Orte | Weather.com
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Feenkreise und rote Wasserfälle: 7 mysteriöse Orte, die Forscher rätseln lassen

Frozen methane bubbles are highly flammable. During winter, the bubbles are trapped within the frozen water as dead leaves, grass and animals are consumed by bacteria. (Miles Ertman/Getty Images)
Der Abraham Lake im Winter
(Miles Ertman/Getty Images)

Nein, Photoshop ist hier nicht im Spiel. Diese sieben einzigartigen Naturphänomene gibt es wirklich! Sie geben den Menschen seit Jahrtausenden Rätsel auf und selbst Forscher können sie nur schwer erklären.

1. Der Abraham Lake in Kanada

Der See in der westlichen Provinz Alberta ist wohl einer der ungewöhnlichsten Seen der Welt. Erstarrt er im Winter zu Eis, bilden sich unter der Wasseroberfläche gefrorene Blasen. Verantwortlich dafür sind Pflanzen am Grund des Sees, die Methan produzieren. Gefriert das Methangas, steigt es nach oben. An der kalten Oberfläche des Abraham Lakes entstehen dann unter der Eisdecke viele Blasen. Jedes Jahr bestaunen unzählige Touristen dieses Naturphänomen.

Das ist jedoch kein ungefährliches Unterfangen. Denn das potente Treibhausgas ist stark entflammbar. Touristen sollten also in sicherer Entfernung bleiben, wenn im Frühling das Eis schmilzt und die Blasen aufplatzen. Ein Funke Feuer könnte eine gewaltige Explosion auslösen.

2. Die roten Wasserfälle in der Antarktis

The eerie, mysterious blood-red waterfall in Taylor Glacier, Antarctica looks straight out of a horror film, but the red flow is actually caused by a subterranean lake rich in iron. (Peter Rejcek/National Science Foundation)
Der rätselhafter rote Wasserfall am Taylor Gletscher in der Antarktis sieht aus wie aus einem Science-Fiction-Film.
(Peter Rejcek/National Science Foundation)

Im Osten der Antarktis können kälteresistente Abenteurer dieses beeindruckende Spektakel erleben: Aus der Eisdecke strömen rote Fluten.

Doch auch hierfür gibt es eine Erklärung. Es handelt sich bei den Blutfällen um eine Salzwasserfahne, die mit Eisenoxid angereichert ist. Dieses sorgt für die rote Färbung. Dieses Naturwunder kann jedoch nur über den Luftweg angesteuert werden. Wer es sehen will, kann das nur aus einem Helikopter heraus. 

3. Die wandernden Steine in den USA

Sie bewegen sie sich wie von Geisterhand. Foto: GettyImages
Die Steine scheinen sich wie von Geisterhand zu bewegeen
(GettyImages)

Hier bleibt kein Stein auf dem anderen. Die um die 300 Kilogramm schweren Brocken bewegen sich teilweise 250 Meter im Death-Valley-Nationalpark in Kalifornien vorwärts. Lange Zeit herrschte Unklarheit darüber, wie die Schwergewichte eine solche Strecke zurücklegen können.

Sehr verbreitet ist die Theorie, dass starke Winde die Felsen bewegen würden. Doch müsste der Wind bei einem 350 Kilogramm schweren Stein mit 800 Stundenkilometern wehen. Das kann es also nicht sein. Andere Theoriegen gingen davon aus, dass sich im Winter Eis am Boden bilden würde, auf dem die Steine herumschlittern. Das würde auch passen, weil das Schauspiel vor allem im Winter stattfindet. Mittlerweile ist die Forschung aber sicher, dass beide Faktoren in der Kombination die Brocken zum Wandern bringen.

4. Der Kawah Ijen Kratersee auf Indonesien

Foto: GettyImages
Der Kawah Ijen Kratersee gilt als das größte Säurefass der Erde
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Der imposante See ist Teil des Ijen, einem Vulkankomplex in einer östlichen Provinz Javas. Er ist von kahlen Wänden eingeschlossen und gilt unter Geologen und Mineralogen als das größte Säurefass der Erde. Das ist auch keine Übertreibung, da sein türkisfarbenes Wasser voll von Sulfur ist, das als Gas aus den Magmakammern in den See befördert wird.

Weil das so gefährlich ist, ist er nicht frei zugänglich. Unerschrockene Touristen können jedoch eine spezielle Tour buchen, die sie bis an den Rand des Kraters führt.

5. Der versteckte Strand von Mexiko

Hidden Beach, also known as Playa Del Amor, is located on the Marieta Islands, a few miles off the coast of Nayarit, Mexico. (W. Ebiko/Getty Images)
Der versteckte Strand Playa Del Amor
(W. Ebiko/Getty Images)

Wer einsame Stände mag, dem könnte dieser Strand die kühnsten Träume erfüllen. Denn der Hidden Beach of Mexico ist wahrscheinlich der abgelegenste Strand der Welt. Er befindet sich in einem Loch am Ende eines Tunnelns, der auf eine unbewohnte Insel führt. Erreichen kann man diese nur, indem man durch den Tunnel schwimmt.

Ganz natürlich ist der Strand allerdings nicht entstanden. Er formte sich, als Mexiko zu Beginn des 19. Jahrhunderts Bomben testete, womit sie ein klaffendes Loch in die Insel rissen. Mit der Zeit haben die Gezeiten das Loch dann mit Wasser und Sand gefüllt und diesen beschaulichen Rückzugsort geschaffen.

6. Der Lake Hillier in Australien

The reason for the color of Australia's Lake Hillier remains a mystery. It is not due to the presence of algae such as Dunaliella salina, unlike other salt lakes on mainland Australia. (Auscape/Getty Images)
Der rote See wirkt nicht von dieser Welt
(Auscape/Getty Images)

Der rosa See im Südwesten Australiens sieht aus der Luft nicht nur spektakulärer aus, es ist die sogar die einzige Möglichkeit, ihn vor die Linse zu bekommen. Die Insel, auf der er liegt, darf nämlich wegen Naturschutzmaßnahmen nicht betreten werden. 

Bis heute konnte nicht geklärt werden, was für die außergewöhnliche Verfärbung verantwortlich ist. Eine gängige Theorie ist, dass die Nährstoffkonzentration aus verschiedenen organischen und anorganischen Stoffen sowie verschiedene Bakterien und Algen im See das Wasser rosa färbten.

7. Die Feenkreise in Namibia

The Fairy Circles are circular patches without any vegetation which according to recent scientific studies are caused by termites. Fairy circles at the edge of the Namib Desert in Namibia are photographed from a hot-air balloon. (Thomas Dressler/Getty Images)
Die roten Feenkreise wirken aus der Vogelperspektive wie eine Marslandschaft
(Thomas Dressler/Getty Images)

Die Feenkreise geben den Menschen seit Jahrhunderten Rätsel auf. Es handelt sich dabei um vegetationslose und kreisförmige Kahlstellen inmitten von Grasflächen, die von kräftiger gewachsenem Gras umringt sind. Lange wussten Forscher überhaupt nicht, wie diese entstehen.

Mittlerweile hat sich die Theorie etabliert, dass Sandtermiten Gräser auf dem Sandboden vertilgen, die älter als ein Jahr sind, damit diese nicht das Wasser aufnehmen, das der trockene Boden braucht. Die Insekten selber brauchen auch den Wasserspeicher, weil sie auf eine hohe Luftfeuchtigkeit in ihren Tunneln angewiesen sind.

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