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Auf der Ostsee in Brand geratenes Schiff gelöscht

11.10.2024, Mecklenburg-Vorpommern: Blick aus einem Flugzeug auf das brennende Küstentankschiff Annika in der Ostsee. Mittlerweile ist das Feuer gelöscht. (Hannes P Albert/dpa)
11.10.2024, Mecklenburg-Vorpommern: Blick aus einem Flugzeug auf das brennende Küstentankschiff Annika in der Ostsee. Mittlerweile ist das Feuer gelöscht.
(Hannes P Albert/dpa)

Das Feuer auf dem auf der Ostsee vor Mecklenburg-Vorpommern in Brand geratenen Tankschiff Annika ist aus. Das Schiff sei im Rostocker Überseehafen gelöscht worden, teilte das Havariekommando mit. In der Nacht zu Samstag hatte es kurz vor Mitternacht Rostock-Warnemünde erreicht und war danach weiter in den Rostocker Überseehafen geschleppt worden. Rund 120 Kräfte waren nach Angaben des Havariekommandos im Einsatz.

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Das Feuer auf dem 73 Meter langen Schiff war am Freitagmorgen zwischen Rostock-Warnemünde und Kühlungsborn ausgebrochen, etwa auf Höhe des Ostseebades Heiligendamm. Der Brand entstand nach Angaben des Havariekommandos aus noch ungeklärter Ursache wahrscheinlich im Farben- und Lackraum ("Paintroom"). Der schwarze Rauch war bis zur etwa 4,5 Kilometer entfernten Küste zu sehen.

Bisher keine Gewässerverunreinigung

Die Havarie löste einen Großeinsatz von Einsatzkräften aus. Drei Löschschiffe bekämpften über mehrere Stunden den Brand von außen. Am Freitagnachmittag gingen Feuerwehrleute an Bord der Annika und erkundeten die Lage. Die Ladung der Annika besteht nach Angaben des Havariekommandos aus etwa 640 Tonnen Öl. Die Ladung des Schiffs war demnach von dem Feuer nicht betroffen.

12.10.2024, Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Das Tankschiff Annika wird in der Nacht nach Rostock geschleppt. (Bodo Marks/dpa)
12.10.2024, Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Das Tankschiff «Annika» wird in der Nacht nach Rostock geschleppt.
(Bodo Marks/dpa)
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Das zwölf Meter breite Schiff, das unter anderem große Schiffe mit Treibstoff versorgen kann, war den Angaben zufolge auf dem Weg von Rostock nach Travemünde. Nach früheren Angaben des Schweriner Umweltministeriums ist bisher keine Gewässerverunreinigung entstanden. Im Hafen werde aber eine Ölsperre um die Annika gelegt, um etwaige Verunreinigungen des Wassers zu vermeiden, teilte das Deutsche Havariekommando mit.

S​uche nach Ursachen muss noch warten

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger brachte die sieben Besatzungsmitglieder in Sicherheit und an Land. Das Havariekommando teilte am Freitagabend mit, die Verletzten seien aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sie würden durch Fachkräfte der Deutschen Seemannsmission und bei Bedarf psychosozial betreut.

Wann genau die Suche nach Ursachen beginnen kann, ist Ermittlern zufolge noch offen. Der Grund: Das Schiff muss zunächst ruhen, damit sich gefährliche Gase entfernen können, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Rostock mitteilte. Dieser Prozess der sogenannten Entgasung sei wichtig, um die Brandermittler bei ihrer Arbeit nicht zu gefährden.

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