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Sterbene Straßenbäume: Das ist die Allee des Jahres 2024

HANDOUT - 08.07.2024, Nordrhein-Westfalen, Xanten: Blick in die Platanen-Allee in Xanten. Die Platanen-Allee im Archäologischen Park Xanten ist die «Allee des Jahres 2024». Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, kurz BUND, kürte die Allee aufgenommen von Jürgen Guhlke aus mehr als 200 Foto-Einsendungen, wie eine Sprecherin mitteilte. Foto: Jürgen Guhlke/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits "Jürgen Guhlke" +++ dpa-Bildfunk +++
Die Plantanen-Allee in Xanten wurde zur Allee des Jahres 2024 gekürt.
(Jürgen Guhlke/dpa)

Jedes Jahr kürt die Umweltorganisation BUND die Allee des Jahres. Damit soll auf die Gefährdung der Straßenbäume aufmerksam gemacht werden.

Eine Platanen-Allee im Archäologischen Park Xanten (Nordrhein-Westfalen) ist die "Allee des Jahres 2024". Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, kurz BUND, kürte die Allee aus mehr als 200 Foto-Einsendungen, wie eine Sprecherin mitteilte. Am 20. Oktober wird der Tag der Allee begangen.

Den zweiten Platz belegte demnach eine 650 Meter lange Lindenallee im Stadtviertel Siebethsburg in Wilhelmshaven (Niedersachsen). Auf den dritten Platz kam eine Rosskastanien-Allee zwischen den Ortschaften Klein- und Groß Flotow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Der Foto-Wettbewerb stand dieses Jahr unter dem Motto "Alleen in unseren Städten und Dörfern".

Alleen als Klimaanlagen in Städten

Mit dem jährlichen Wettbewerb will der BUND auf die Bedeutung der Alleen für das Landschaftsbild, das Stadtklima und die Artenvielfalt aufmerksam machen. Die Alleen-Expertin des BUND, Katharina Dujesiefken, lobte die Allee in Xanten als ein innerstädtisches Erholungsgebiet, welches Kultur und Natur miteinander verbinde.

Die Bäume repräsentierten die Säulen der einstigen überdachten Kolonnaden in der Römerstadt Ulpia Traiana. Den Besuchern des Archäologischen Parks biete die Allee Schatten. "In wenigen Jahren wird sich ein geschlossenes Blätterdach gebildet haben."

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Zur Lindenallee in Wilhelmshaven hieß es von der Jury: "Diese Allee ist in den letzten mehr als 100 Jahren mit dem Stadtteil gewachsen. In immer heißer werdenden Sommern bietet sie den Anwohnern die nötige Kühlung in der Innenstadt." Im Wohngebiet bringe sie den Menschen neben Schatten noch weitere Vorteile: Sie erzeuge Sauerstoff, filtere Feinstaub und sei ein Ort der Biodiversität.

Alleen drohen viele Gefahren

Laut Dujesiefken drohen den Alleen vielfältige Gefahren: Bei Baumaßnahmen würden Wurzeln beschädigt, Tausalz schädige die Bäume, Schnittmaßnahmen an den Kronen schwächten sie. Hinzu kämen Klimastress und Schädlinge. Müssten Straßenbäume als nicht mehr verkehrssicher gefällt werden, werde oft nicht an Ort und Stelle nachgepflanzt, kritisierte sie. Flexiblere Abstandsregeln zur Straße seien nötig.

Der Umgang mit Straßenbäumen ist dem BUND zufolge in jedem Bundesland anders geregelt. Als Vorbild nannte sie Mecklenburg-Vorpommern. Dies sei das einzige Bundesland, in dem der Alleenschutz Verfassungsrang habe.

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