In Bayern: Seltene Becherkoralle wieder vermehrt entdeckt | Weather.com
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In Bayern: Seltene Becherkoralle wieder vermehrt entdeckt

Eine Becherkoralle wächst im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön (undatiertes Handout). Der seltene Pilz wird in den letzten Jahren vermehrt entdeckt.
(Foto: Karl-Heinz Kolb/UNESCO-Biosphärenreservat Rhön /dpa)

Die seltene Becherkoralle wird in Bayern in letzter Zeit vermehrt entdeckt. Der auf Totholz wachsende Pilz könnte Fachleuten zufolge von der Klimaerwärmung und Naturschutzkonzepten in Wäldern profitieren.

Erst kürzlich hatten Ranger innerhalb weniger Wochen zwei Exemplare im Naturwaldreservat Lösershag bei Wildflecken in Unterfranken entdeckt. Bayernweit seien nur wenige Nachweise dieser Art bekannt, teilte das Biosphärenreservats Rhön in Hilders mit und sprach deshalb von einer kleinen Sensation.

D​er Pilz profitiert vom Klimawandel

Die Becherkoralle (Artomyces pyxidatus) kommt nach Angaben des Landesamts für Umwelt im Freistaat selten vor. Der Pilz sei auf stark zersetztes Totholz angewiesen, das in stark genutzten Wäldern immer seltener werde, erläuterte ein Sprecher. Es gebe aber immer wieder einzelne Funde - und in den vergangenen zwei bis drei Jahren häuften sich diese.

Das bestätigt auch die Deutsche Gesellschaft für Mykologie. In den letzten Jahren habe es eine Verdopplung der Fundmeldungen in Bayern gegeben, sagte der Experte Peter Karasch. "So dürfte es auch in allen anderen Bundesländern aussehen." Darüber hinaus gebe es sicherlich viele nicht erfasste Fundorte.

Die Becherkoralle komme vorwiegend in Regionen mit gemäßigtem Klima vor, zum Beispiel im Donauraum, im Rhein-Maingebiet oder der Norddeutschen Tiefebene, erläuterte Karasch. Der Pilz gehöre zu den wärmeliebenden Arten, bei denen allgemein davon ausgegangen werde, dass diese vom Klimawandel profitierten. Außerdem bleibe durch Naturschutzkonzepte mehr Totholz im Forst und Privatwäldern liegen.

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