Smog-Alarm in Sarajewo: „Wir ersticken …“ | Weather.com
Advertisement
Advertisement

„Wir ersticken …“: Smog-Alarm in Sarajewo

Die bosnische Hauptstadt Sarajevo verschwindet unter dichten Smogwolke. Nur der 172 Meter hohe Avaz-Twist-Gebäude ragt aus der dichten Wolken hervor. Bild aufgenommen am 19. Dezember 2024. Foto: AP Photo/Armin Durgut
Die bosnische Hauptstadt Sarajevo verschwindet unter dichten Smogwolke. Nur das 172 Meter hohe Avaz-Twist-Gebäude ragt empor. Bild aufgenommen am 19. Dezember 2024.
(AP Photo/Armin Durgut)

Smog in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo hat Flugzeugstarts verhindert und den Straßenverkehr beeinträchtigt. Die Behörden riefen die Menschen am Donnerstag auf, in geschlossenen Räumen zu bleiben. Viele, die dennoch ins Freie gingen, trugen Gesichtsmasken, um sich wenigstens etwas zu schützen.

Das Schweizer Technologieunternehmen IQAir, das die Luftqualität in Echtzeit misst, bezifferte den Luftqualitätsindex (AQI) von Sarajevo auf 225 und damit "sehr ungesund". Es attestierte der Stadt die drittstärkste Luftverschmutzung der Welt. Belgrad, die Hauptstadt des benachbarten Serbien, kam auf einen AQI von 170, was als "ungesund" eingestuft wird.

"Ich kann kaum atmen"

A woman wears a face mask shrouded by pollution haze as smog covers Sarajevo, Bosnia, Thursday, Dec. 19, 2024. (AP Photo/Armin Durgut)
Viele wagen sich derzeit nur mit Maske auf die Straße
(AP Photo/Armin Durgut)

Die Luft in Sarajevo und anderen Großstädten auf dem Balkan ist in den Wintermonaten häufig schlecht, weil dort viel mit Kohle und Holz geheizt wird. Experten haben vor den Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen gewarnt, weil schlechte Luft mit verschiedenen Krankheiten und vorzeitigen Todesfällen in Verbindung gebracht wird. Sarajevo, das in einem von Bergen umgebenen Tal liegt, ist besonders anfällig für Luftverschmutzung. Schlechte Stadtplanung und die Ausbreitung von Hochhäusern haben das Problem in den vergangenen Jahren noch verschärft.

"Es ist furchtbar, wir ersticken, vor allem Menschen mit Herzproblemen", sagte die Rentnerin Hajra Subasic. "Ich kann kaum atmen." Auch das Sprechen falle ihr schwer. "Niemand unternimmt etwas", ärgerte sich Subasic. "Ich kann nicht glauben, dass dies in Bosniens Hauptstadt passiert und sie (die Behörden) es nicht in Ordnung bringen können."

Advertisement