Nord-Stream-Sprengung setzt Rekordmengen an Methan frei | Weather.com
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Nord-Stream-Sprengung setzt Rekordmengen an Methan frei

Das vom dänischen Verteidigungskommando zur Verfügung gestellte Foto vom 27.09.2022 zeigt das Nord-Stream-2-Gasleck in der Nähe von Bornholm aus der Luft. Foto: -/Danish Defence Command/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Das vom dänischen Verteidigungskommando zur Verfügung gestellte Foto vom 27.09.2022 zeigt das Nord-Stream-2-Gasleck in der Nähe von Bornholm aus der Luft.
(dpa)

Durch die Sprengung der Nord-Stream-Gaspipelines in der Ostsee 2022 sind etwa 465.000 Tonnen des Treibhausgases Methan in die Atmosphäre gelangt. Das geht aus drei Studien in den Fachzeitschriften „Nature“ und „Nature Communications“ hervor.

Vor der Zerstörung transportierte Nord Stream 1 russisches Erdgas nach Deutschland. Nord Stream 2 hingegen war zwar mit Gas gefüllt, aber noch nicht in Betrieb genommen worden. Methan, ein wesentlicher Bestandteil von Erdgas, entwich dabei in großer Menge.

Die freigesetzte Methanmenge stellte das bisher größte bekannte menschengemachte Einzelereignis dar, bei dem Methan in die Atmosphäre gelangte. Laut Studie entsprach diese Menge jedoch nur 0,1 Prozent des gesamten Methanausstoßes, der weltweit im Jahr 2022 durch menschliche Aktivitäten verursacht wurde.

Vielfältige Datengrundlage zur Abschätzung der Methanmenge

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Das Forschungsteam um Stephen Harris vom International Methane Emissions Observatory (Imeo) des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) stützte sich auf eine Vielzahl von Datenquellen, um die ausgestoßene Methanmenge zu berechnen. Dazu gehörten Informationen des Pipeline-Betreibers, Messungen von Schiffen sowie Satellitendaten.

Diese neuen Erkenntnisse verdeutlichen die Notwendigkeit, sich verstärkt auf die Reduktion von Treibhausgasen zu konzentrieren, um den fortschreitenden Klimawandel zu bremsen.

Methan (CH4) ist nach Kohlendioxid (CO2) das zweitwichtigste Treibhausgas und auf einem Zeithorizont von 20 Jahren etwa 85-mal so klimawirksam wie CO2.

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