Neuseeland: Ein heiliger Berg bekommt menschliche Rechte | Weather.com
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Neuseeland: Heiliger Berg zur juristischen Person erklärt

Mount Taranaki
Der Mount Taranaki in Neuseeland hat nun die gleichen Rechte und Pflichten wie ein Mensch - und wird dadurch sicher noch begehrter als Fotomotiv
(AP Photo/Dita Alangkara)

Ein Berg in Neuseeland, der von den Ureinwohnern als Vorfahre betrachtet wird, hat am Donnerstag den Status als Rechtsperson erhalten. Ein neues Gesetz sprach dem Mount Taranaki – bekannt unter seinem Māori-Namen Taranaki Maunga - alle Rechte und Pflichten eines Menschen zu.

F​luss und Stück Land auch schon als Menschen eingestuft

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Stück Natur in Neuseeland als Mensch eingestuft wird: Bereits zuvor wurde das für einen Fluss und ein Stück Land beschlossen.

"Der Berg ist seit langem ein verehrter Vorfahre, eine Quelle physischer, kultureller und spiritueller Nahrung und eine letzte Ruhestätte", sagte der Abgeordnete Paul Goldsmith, der die Einigung zwischen der Regierung und den Māori-Stämmen vermittelte, am Donnerstag vor dem Parlament. Das Gesetz über den Taranaki Maunga wurde einstimmig von den Abgeordneten angenommen.

R​echte sollen für Wohlergehen des Berges sorgen

Die gesetzlichen Rechte des Berges sollen sein Wohlergehen bewahren. Sie solle seine traditionelle Nutzung wiederherstellen und Naturschutzarbeiten für die heimische Tierwelt ermöglichen. Der öffentliche Zugang bleibt bestehen.

S​chadenersatz für Leid, das den Maori zugefügt wurde

Die rechtliche Anerkennung würdigt den Diebstahl des Bergs von den Ureinwohnern der Taranaki-Region auf der Nordinsel nach der Kolonisierung. Sie erfüllt eine Vereinbarung der Regierung mit den Māori, die Schadenersatz für das Leid erhalten sollen, das dem Land seitdem zugefügt wurde. Eine neue Einrichtung werde "das Gesicht und die Stimme" des Bergs sein, heißt es im Gesetz. Ihr gehören vier Mitglieder aus den örtlichen Māori-Iwi-Stämmen und vier vom Umweltminister des Landes ernannte Personen an.

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