Japan: Weltgrößtes Atomkraftwerk vor Wiederanfahren | Weather.com
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Weltgrößtes Atomkraftwerk soll bald wieder in Betrieb gehen

Nach der Atomkatastrophe in Fukushima im Jahr 2011 waren in Japan alle Reaktoren abgeschaltet worden. Inzwischen sind einige wieder am Netz. Nun soll auch bald das größte Kraftwerk der Welt folgen.

03.10.2017, Japan, Tokio: Luftaufnahme vom 30.09.2017 des weltgrößten Atomkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa an der Küste des Japan-Meeres in der Niigata Prefecture. (kyodo/dpa)
03.10.2017, Japan, Tokio: Luftaufnahme vom 30.09.2017 des weltgrößten Atomkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa an der Küste des Japan-Meeres in der Niigata Prefecture.
(kyodo/dpa)

Japan bereitet rund 15 Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima das Wiederanfahren des weltgrößten Atomkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa am Japan-Meer vor. Das Parlament der Präfektur Niigata stimmte der Entscheidung von Gouverneur Hideyo Hanazumi zu, die Inbetriebnahme zu genehmigen.

Nach dem Super-GAU in Fukushima im Jahr 2011 infolge eines schweren Erdbebens und gewaltigen Tsunamis waren in Japan alle 54 Reaktoren im Land abgeschaltet, einschließlich derer in Kashiwazaki-Kariwa.

Breiter Widerstand in der Bevölkerung

Seitdem hat Japan 14 der 33 noch betriebsfähigen Atomreaktoren wieder ans Netz genommen, um sich von importierten fossilen Brennstoffen unabhängiger zu machen. Kashiwazaki-Kariwa wird nun das erste Atomkraftwerk des Betreibers Tepco sein – jener Konzern, der das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Daiichi betrieb.

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Gegen breiten Widerstand in der Bevölkerung hatte die Atomaufsicht 2017 die Reaktoren 6 und 7 in Kashiwazaki-Kariwa für sicher erklärt. Sie hätten die nach Fukushima verschärften Sicherheitsauflagen erfüllt.

Betrieb soll nächsten Monat starten

Mit der jetzt erfolgten abschließenden Zustimmung durch die Präfektur dürfte voraussichtlich im nächsten Monat der Reaktorblock 6 in Kashiwazaki-Kariwa wieder in Betrieb gehen, berichteten lokale Medien.

Tepco drängte seit langer Zeit darauf, eigene Atomreaktoren wieder hochfahren zu dürfen, um die hohen Importkosten für ersatzweise betriebene Wärmekraftwerke zu senken.

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