Rügen: Größter Abbruch an Kreideküste seit 15 Jahren | Weather.com
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Frost setzte Kreideküste zu: Größter Abbruch auf Rügen seit 15 Jahren

Unter anderem der lange Frost hat der Kreideküste zugesetzt und zu einem großen Abbruch geführt. Was mitunter spektakulär wirkt, ist ein ganz normaler Prozess.

03.03.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Sassnitz: Blick über den Strand der Steilküste des Nationalparks Jasmund zum Kreideklippenabbruch auf der Insel Rügen. Im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen gab es erneut mehrere Küstenabbrüche. (Stefan Sauer/dpa)
03.03.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Sassnitz: Im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen gab es erneut mehrere Küstenabbrüche.
(Stefan Sauer/dpa)

Nach langem Frost und Tauwetter ist ein großes Stück von Rügens Kreideküste abgebrochen. "Mit 9000 Kubikmeter ist das der größte Abbruch der letzten 15 Jahre", sagte Ingolf Stodian. Er leitet den dortigen Nationalpark Jasmund – den kleinsten Deutschlands.

"Wir haben hier ein Kreidesteilufer, was wirklich sehr senkrecht steht, und das ist in einer breiten Scheibe abgerutscht. Das war zu erwarten." Der strengere Winter mit langanhaltendem Frost habe den Abbruch am zurückliegenden Wochenende etwa einen Kilometer nördlich von Sassnitz begünstigt. Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" berichtet.

03.03.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Sassnitz: Blick über den Strand der Steilküste des Nationalparks Jasmund zum Kreideklippenabbruch auf der Insel Rügen. (Stefan Sauer/dpa)
03.03.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Sassnitz: Blick über den Strand der Steilküste des Nationalparks Jasmund zum Kreideklippenabbruch auf der Insel Rügen.
(Stefan Sauer/dpa)

Schilder warnen vor Risiken

"Die gesamte Scheibe von unten bis auch oben liegt nun am Strand. Das sehen wir sehr schön, dass dort unten Bäume plötzlich am Strand stehen. Die ja dort nicht gewachsen sein können." Bis zu 58 Meter von der Wand entfernt sei das Material in die Ostsee geschüttet worden.

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Vergleichbar sei zuletzt nur ein Abbruch von 2011. Damals seien 35.000 Kubikmeter abgebrochen. Die Abbrüche seien vollkommen normal. "Seit Jahrtausenden formen solche Prozesse unsere Küste."

Zahlreiche Schilder weisen auf die Risiken an der Steilküste hin. Die Erosion sei für jeden erkennbar, ebenso die damit einhergehende Gefahr, sagte Stodian. "Jeder, der die Küste entlangkommt, kann das wahrnehmen und sollte das wahrnehmen."

03.03.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Sassnitz: Neugierige erkunden die Stelle eines Kreideklippenabbruchs auf der Insel Rügen. (Stefan Sauer/dpa)
03.03.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Sassnitz: Neugierige erkunden die Stelle eines Kreideklippenabbruchs auf der Insel Rügen.
(Stefan Sauer/dpa)

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