Bauernregel zum Matthäustag am 21. September | Weather.com
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Bauernregel zum 21. September: Was der Matthäustag mit wochenlangem Sonnenschein zu tun hat

Der Matthäustag am 21. September soll laut Bauernregel das Wetter für vier Wochen anzeigen. Das stimmt oft, weil sich Ende September häufig ein Hoch festsetzt.

Spinnweben im Morgenlicht gehören zum Altweibersommer. Zeigt er sich am Matthäustag, dem 21. September, soll er laut Bauernregel vier Wochen bleiben.
(GettyImages)

Warme Nachmittage, kühle Nächte und morgens Tau auf den Wiesen: Ende September stellt sich häufig noch einmal ruhiges Spätsommerwetter ein. Wie lange es hält, verrät laut Bauernregel ein einziger Tag — der Matthäustag am 21. September. Ist er sonnig, bleibt es demnach vier Wochen so. Die Statistik gibt der Regel erstaunlich oft recht.

Was sagt die Bauernregel zum Matthäustag?

Die zentrale Bauernregel verspricht, dass sich das Wetter vom 21. September vier Wochen lang hält. „Wie es Matthäus treibt, es vier Wochen bleibt", heißt es in einer Sammlung von Septemberregeln, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) zusammengestellt hat. Dort stehen auch zwei weitere Sprüche: „Ist Matthäus hell und klar, gute Zeiten bringt's für wahr" und „Trifft Matthäus stürmisch ein, wird bis Ostern Winter sein". Mit Zahlen unterlegt ist vor allem die Vier-Wochen-Regel. Sie setzt auf die Erhaltungsneigung der Atmosphäre: Eine Wetterlage, die sich einmal eingestellt hat, neigt dazu, fortzubestehen.

Wer war Matthäus?

Matthäus gehörte zu den zwölf Aposteln und arbeitete vorher als Zöllner. Das Matthäusevangelium schildert, wie Jesus ihn direkt von der Zollstelle weg in seine Nachfolge ruft. Die kirchliche Überlieferung schreibt ihm das erste Evangelium zu. Zum Wetterheiligen macht ihn vor allem sein Termin: Sein Gedenktag fällt in die Wochen, in denen sich der Altweibersommer am häufigsten zeigt.

Warum sich schönes Wetter Ende September so hartnäckig hält

Ende September setzt sich häufig ein kräftiges Hoch über Mitteleuropa fest und hält Tiefdruckgebiete vom Atlantik fern. Nach der Beschreibung des DWD liegt es eingekeilt zwischen einem Tief im Westen und einem über Osteuropa. Meist bleibt es dort mehrere Tage an Ort und Stelle. Nicht selten reicht eine Hochdruckbrücke von den Azoren bis nach Osteuropa. Dreht die Strömung dabei auf Ost, fließt trockene Luft vom Kontinent heran — gute Voraussetzungen für viel Sonne.

Woher der Altweibersommer seinen Namen hat

Vermutlich von Spinnfäden, die an sonnigen Frühherbsttagen durch die Luft segeln. Junge Spinnen hängen sich laut DWD an solche Fäden und lassen sich von aufsteigender Warmluft tragen. Abends, wenn die Thermik nachlässt, landen sie wieder. Besonders gut sieht man die Fäden im Gegenlicht der tief stehenden Sonne oder morgens, wenn Tau auf ihnen liegt. „Weiben" stand im Altdeutschen für weben.

Wie zuverlässig ist die Matthäus-Regel?

Herrscht am 21. September bereits Hochdruckwetter, liegt die Regel in vier von fünf Jahren richtig. Das zeigen Auswertungen langjähriger Wetterdaten. Die folgenden vier Wochen fallen dann sonniger und trockener aus als üblich – doch Dauersonne ist damit nicht gemeint. Umgekehrt gilt: Regnet es am Matthäustag auch nur leicht, bleibt es in der Folgezeit eher nass.

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Ruhiges Hochdruckwetter um den Matthäustag ist nicht ungewöhnlich. Im langjährigen Mittel liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Altweibersommer in der letzten Septemberwoche laut DWD bei rund 80 Prozent. Es handle sich um „ein tatsächlich wiederkehrendes Wettermuster". Im Alpen- und Voralpenraum kann dieses auch noch bis Mitte Oktober auftreten.

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