Lake-Effekt: So entsteht der plötzliche Schneefall | Weather.com
Advertisement
Advertisement

Lake-Effekt: So entsteht der plötzliche Schneefall an Nord- und Ostsee

Kalte Luft trifft auf warmes Wasser und bringt Schneemassen. Der Lake-Effekt ist ein gefährliches Wetterphänomen, das ganze Regionen lahmlegen kann.

Play

Der Lake-Effekt ist ein gefürchtetes Wetterphänomen, das häufig starke Niederschläge, insbesondere Schneefälle bringt. Es tritt hauptsächlich an den großen Seen im Norden der USA auf, kommt aber auch hierzulande vor allem an der Nord- und Ostsee vor.

Extreme Schneefälle bringen Chaos

Der Lake-Effekt tritt typischerweise im späten Herbst und in den Wintermonaten auf und kann über 5 Zentimeter Schnee pro Stunde bringen. Hält das Wetterphänomen über mehrere Tage an, können Schneemengen von eineinhalb bis zwei Meter zusammenkommen.

So funktioniert der Lake-Effekt

Beim Lake-Effekt strömt kalte Luft über ein großes, warmes Gewässer. An der Wasseroberfläche erwärmt sich die kalte Luft und nimmt Feuchtigkeit auf. Warme Luft ist leichter als kalte Luft und steigt deswegen auf. Beim Aufstieg kühlt sich die wärmere Luft dann wieder ab. Dadurch kondensiert die gespeicherte Feuchtigkeit in Form von Wolken und Niederschlag. Je nach Windbedingungen bringt dies einer Seite des Sees kräftige Schauer, während es auf der anderen Seite trocken bleibt. Diese Schauer können für Stunden oder sogar Tage andauern.

Advertisement