Warum Schlaglöcher im Winter zum Albtraum werden | Weather.com
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Asphalt unter Druck: Warum Schlaglöcher im Winter zum Albtraum werden

Winter ist die Hochsaison für Schlaglöcher. Frost, Tauwetter und Verkehr setzen Straßen massiv unter Druck.

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Schlaglöcher sind ein häufiges Problem auf Straßen, insbesondere in den Wintermonaten. Sie entstehen durch eine Kombination aus Wetter und der Belastung durch Fahrzeuge.

Die Hauptursache für Schlaglöcher ist der Frost-Tau-Zyklus (ein wiederkehrender Prozess aus Gefrieren und Tauen) im Winter:

  • Wasser dringt in die Straße ein: Straßenbeläge sind nicht vollständig wasserdicht. Regen oder geschmolzener Schnee dringt durch kleine Risse oder Poren in den Asphalt oder Beton ein. Besonders gefährdet sind Straßen mit bereits bestehenden Schäden wie feinen Rissen oder Unebenheiten.
  • Frostsprengung: Wenn die Temperaturen sinken, gefriert das Wasser in den Rissen und Poren. Beim Gefrieren dehnt sich Wasser aus und übt Druck auf das umgebende Material aus. Dies führt dazu, dass die Risse größer werden und Teile des Straßenbelags absplittern.
  • Tauwetter: Bei steigenden Temperaturen taut das Eis wieder und zieht sich zusammen. Dadurch entstehen Hohlräume unter der Oberfläche. Gleichzeitig kann weiteres Wasser eindringen, das bei erneutem Frost den Prozess verstärkt.
  • Materialermüdung: Durch die wiederholte Belastung des Materials – verursacht durch Frost-Tau-Wechsel – verliert der Straßenbelag seine Stabilität. Es bilden sich erste kleine Löcher, die sich schnell vergrößern können.

Warum verschlimmert Verkehr die Schlaglöcher?

Der Verkehr spielt eine entscheidende Rolle bei der Verschlimmerung von Schlaglöchern.

  • Mechanische Belastung: Fahrzeuge üben Druck auf die Straße aus, insbesondere schwere Lastwagen und Busse. Wenn der Untergrund durch Frost-Tau-Wechsel geschwächt ist, wird dieser Druck nicht mehr gleichmäßig verteilt. Stattdessen bricht die Oberfläche weiter auf, und kleine Löcher werden zu großen Schlaglöchern.
  • Vibrationen und Erschütterungen: Die Vibrationen, die durch vorbeifahrende Fahrzeuge entstehen, lockern lose Teile des Straßenbelags weiter. Dies beschleunigt den Zerfall der beschädigten Bereiche.
  • Wasserverdrängung: Fahrzeuge schleudern Wasser aus den Schlaglöchern heraus, wodurch die Hohlräume unter der Straße freigelegt werden. Dies ermöglicht es neuem Wasser, einzudringen und den Frostsprengungsprozess zu verstärken.
  • Verstärkter Abrieb: Reifen und Fahrzeugbewegungen tragen dazu bei, dass lose Asphaltstücke oder andere Materialien aus dem Schlagloch herausgeschleudert werden. Dadurch wird das Loch immer größer.
Fazit
Schlaglöcher entstehen im Winter hauptsächlich durch den Wechsel von Frost und Tauwetter, der das Material der Straße schwächt. Der Verkehr verschlimmert diese Schäden erheblich, da er mechanische Belastungen und Vibrationen erzeugt, die den Straßenbelag weiter zerstören. Besonders stark betroffen sind Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen oder schlechter Wartung.
Schlaglöcher stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko für den Verkehr dar: Es besteht die Gefahr des Kontrollverlusts, besonders für Motorräder und Fahrräder, und plötzliche Ausweichmanöver können zu Auffahrunfällen oder Kollisionen mit dem Gegenverkehr führen. Außerdem können beschädigte Reifen und Felgen Pannen an gefährlichen Stellen verursachen. Darüber hinaus beeinträchtigen Schlaglöcher den Verkehrsfluss, weil Fahrzeuge langsamer fahren oder spontan die Spur wechseln, was vor allem auf vielbefahrenen Strecken zu Staus und zähfließendem Verkehr führt.

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