Winter: Meteorologe erwartet starken Polarwirbel | Weather.com
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Meteorologe erwartet starken Polarwirbel in diesem Winter

Der Polarwirbel ist wieder da. Und er fällt stark aus in diesem Winter.

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"Wir erwarten in diesem Jahr einen starken Polarwirbel. Ab Januar könnte er etwas schwächer werden, aber bis dahin wird keine Störung erwartet", so die Einschätzung von Meteorologe Jan Schenk.

Wird der Polarwirbel gestört, dann können arktische Luftmassen nach Süden ausbrechen und markante Wintereinbrüche auslösen – auch in Deutschland. Doch erstmal ist das nicht in Sicht und das aus zwei Gründen.

1. El Niño und die Westwinde

Es gibt einen Zusammenhang zwischen El Niño und den Westwinden auf dem Nordatlantik. Die Westwinde fallen grundsätzlich stärker aus in El-Niño-Jahren. Aber das ist nicht alles. Der Polarwirbel teilt sich in einen troposphärischen Wirbel im Winter und einen darüberliegenden stratosphärischen Teil. Beide können getrennt voneinander laufen oder auch gekoppelt.

Der untere, troposphärische Polarwirbel ist im Prinzip der Jetstream. Und der bestimmt auch das Wetter in Deutschland. An diesem Wochenende ist das schon zu sehen, wenn der Jetstream sich über Deutschland legt und uns Sturmböen im Norden und Osten beschert.

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Der stratosphärische Polarwirbel dagegen hat mit dem Wetter erst einmal nichts zu tun, kann die unter ihm liegende Schicht aber beeinflussen.

2. Stratosphärische Winde unterstützen den Polarwirbel

Jetzt kommt noch ein weiteres Phänomen dazu: Es gibt Stratosphärische Winde, die entweder aus Ost oder West wehen können und sich periodisch umkehren. Dieses Verhalten nennt man auch QBO (Quasi-Zweijährige-Schwingung).

Kommt der Wind nun aus Osten, dann bekommt der Polarwirbel Gegenwind und wird destabilisiert. Weht der Wind aber aus Westen, wird der Polarwirbel stärker.

Starker Polarwirbel spricht für milden Winter

In diesem Winter wird der Polarwirbel durch den Westwind in der Stratosphäre gestützt. Zusammen mit einem starken El Niño kann man davon ausgehen, dass der Polarwirbel einfach durchwehen wird. Es ist keine echte Störung zu erwarten. Vielleicht schwächt sich der Polarwirbel im März ab, wenn auch das El-Niño-Signal schwächer wird, aber das ist noch Spekulation. Dann hätten wir aber einen Märzwinter in Deutschland zu erwarten.

Zum jetzigen Zeitpunkt muss man von einem sehr starken Polarwirbel ausgehen und damit auch von starken Westwinden, viel Regen und einem eher milden Winter.

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